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Trump will KI neu branden: „Super Intelligence“ statt „Artificial Intelligence“

Donald Trump
Shutterstock / Chip Somodevilla Donald Trump
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Lesezeit4 Min · 774 Wörter
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Grönland-Abkommen als Erfolg verkauft

Während der Iran-Kurs in den USA unpopulär ist, präsentierte Trump das kurz zuvor verkündete Grönland-Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland als außenpolitischen Erfolg. Er kündigte zwei neue US-Militärstützpunkte auf der Arktisinsel an: „Keinem Feind der USA wird es je mehr erlaubt sein, eine militärische Präsenz in Grönland zu errichten“, sagte er laut WirtschaftsWoche. Auch „sensible Investitionen“ sollen künftig einer US-Genehmigung bedürfen.

Trump hatte den Streit um die Insel selbst ausgelöst, indem er zuvor mehrfach mit einer Annexion gedroht hatte, was Zweifel an der Geschlossenheit der Nato weckte. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen und Grönlands Premier Jens-Frederik Nielsen betonten dagegen, das Abkommen wahre die Souveränität des Königreichs und das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung; ein deutlicher Kontrast zu Trumps Sprache von „dauerhafter Kontrolle“.

Ukraine-Krieg und der Kongress

Zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigte sich Trump erneut optimistisch, den Konflikt bald lösen zu können, schneller als viele dächten. Er verwies auf ein neues US-Gesetz, das ihm zusätzliche Sanktionsvollmachten gegen Russland gibt und kündigte an, diese im Zweifel auch zu nutzen.

Frühere ähnliche Ankündigungen, darunter sein Wahlkampfversprechen, den Krieg binnen 24 Stunden zu beenden, blieben bislang folgenlos. Parallel forderte der demokratische Senator Tim Kaine republikanische Kollegen auf, eine Resolution nach dem War Powers Act zu unterstützen, um Trumps Militäreinsatz gegen Iran zu stoppen; ein Vorstoß, der den innenpolitischen Druck vor den Zwischenwahlen zusätzlich erhöht.

Business Punk Check

Trump verknüpft in einer einzigen Rede eine harte Kriegsdrohung mit einem semantischen Trick: KI-Risiken zur Lüge erklären und den Begriff gleich mitumbenennen, löst kein einziges der Probleme, vor denen Guterres warnt; unabhängige Aufsicht, Rechenschaftspflicht, internationale Regeln.

Ob „Super Intelligence“ mehr ist als Wortkosmetik vor den Zwischenwahlen, bleibt offen. Für Unternehmen, die an KI-Sicherheit arbeiten, ist die Ansage aus Washington trotzdem relevant: Wenn die US-Regierung Risiken rhetorisch wegdefiniert, verschiebt sich die Regulierungsdebatte in andere Hände.

Auf einen Blick

  • Trump drohte Iran vor der UN erneut mit Vernichtung, zeigte sich aber optimistisch für ein Abkommen nach den Zwischenwahlen im November.
  • Er bezeichnete Sorgen über KI-Risiken als Lüge und kündigte an, den Begriff „Artificial Intelligence“ durch „Super Intelligence“ zu ersetzen.
  • UN-Generalsekretär Guterres forderte stattdessen unabhängige Aufsicht und einen multilateralen Rahmen für KI-Risiken.
  • Das Grönland-Abkommen zwischen USA, Dänemark und Grönland sieht laut Trump neue US-Militärstützpunkte vor, während Dänemark und Grönland die eigene Souveränität betonen.

Quellen: WirtschaftsWoche, Handelsblatt, KI-unterstützt

Martin Wald

Tech & Security

Martin Wald analysiert die Schnittstelle zwischen Geld, Macht und Alltag. Seine Themen reichen von Rente, Sozialstaat und Gesundheit bis zu Wirtschaft, Märkten und technologischen Umbrüchen. Er zerlegt politische Entscheidungen, Urteile und Trends auf ihre ökonomischen Folgen und macht sichtbar, wer gewinnt, wer verliert und wo Risiken liegen. Der Blick ist pragmatisch, pointiert und nutzenorientiert. Keine Wohlfühltexte, sondern Einordnung für Menschen, die verstehen wollen, wie Systeme funktionieren und was das für ihre Entscheidungen bedeutet.