Bundeswehr-Gehalt im Vergleich: Wie viel verdienen Soldaten in anderen Ländern?
Bundeswehr-Soldaten verdienen im Europa-Vergleich überraschend gut. Bei Mannschaften reicht es sogar zu Platz zwei hinter der Schweiz, zeigt eine SWP-Analyse von 26 Besoldungsstrukturen.
Ein Schweizer Mannschaftssoldat verdient zu Karrierebeginn das Sechzehnfache seines serbischen Kollegen, bei Feldwebeln wächst der Abstand auf das Neunzehnfache. Selbst unter Berücksichtigung der Kaufkraftparität bleibt das Gefälle erheblich: zwölffach bei Mannschaften, siebenfach bei Durchschnittsgehältern, sechsfach bei Unteroffizieren.
Deutschland spielt in diesem Lohngefälle in einer ganz anderen Liga: Die Bundeswehr landet bei den Mannschaftsgehältern unter Berücksichtigung der Kaufkraftparität auf Platz zwei in Europa, nur die Schweiz liegt davor. Wer glaubt, Soldat sei ein Job für Minimallöhner, muss diese Zahlen zweimal lesen.
Deutschland schlägt Luxemburg
Laut einer Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (Swp Berlin) verdient ein Mannschaftssoldat der Bundeswehr zum Einstieg 2.187 Euro brutto. Das liegt über dem, was 16 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland insgesamt verdienen. Im Schnitt kommen Mannschaftssoldaten der Bundeswehr auf 2.410 Euro, ein Wert, der laut Swp Berlin den durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst in sechzehn europäischen Vergleichsländern aus dem Jahr 2014 klar übertrifft. Selbst Luxemburg, traditionell ein Spitzenzahler, fällt bei den Einstiegsgehältern der Mannschaften hinter Deutschland auf Rang sechs zurück. Auch bei Feldwebeln deckt sich das Bild weitgehend mit dem der Offiziere, wenngleich Österreich beim Reallohnvergleich vier Plätze hinter Deutschland zurückfällt.