style & design · Angehörigen-Entlastungsgesetz

Kinder zahlen für Eltern: Wann der Staat zur Kasse bittet

Kinder zahlen für Eltern: Wann der Staat zur Kasse bittet
Happy woman embracing senior mother at home
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Aktualisiert
Lesezeit3 Min · 623 Wörter
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Was zahlt das Sozialamt?

Wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, übernimmt das Sozialamt die Kosten. Für den Partner, der im Heim lebt, zahlt das Sozialamt ein monatliches Taschengeld, das 2024 bei 152,01 Euro liegt und jährlich angepasst wird. Zudem besteht ein Anspruch auf Bekleidungshilfe, deren Höhe je nach Bundesland variiert. Hierfür muss ein Antrag beim Sozialamt gestellt werden.

Wer ist verpflichtet?

Reichen Rente, eigenes Vermögen und Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung nicht aus, um die Pflegekosten zu decken, springt zunächst der Sozialstaat ein. Haben die Kinder jedoch ein hohes Einkommen, fordert der Staat die vorgestreckten Kosten von ihnen zurück. Der Anspruch auf Elternunterhalt wird in der Regel nicht von den Eltern selbst, sondern vom Sozialhilfeträger geltend gemacht.

Die Pflegekosten im Alter können eine enorme finanzielle Belastung darstellen. Das Angehörigen-Entlastungsgesetz sorgt dafür, dass Kinder nur dann zur Kasse gebeten werden, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Ehegatten hingegen müssen auch unter dieser Grenze für die Pflegekosten des Partners aufkommen. Das Schonvermögen schützt einen Teil des Vermögens, sodass nicht alles für die Pflegekosten aufgewendet werden muss. Letztlich springt der Sozialstaat ein, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, fordert aber von wohlhabenden Kindern die Kosten zurück.

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