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Mail an den Chef: Diese fünf Formulierungen sollten Sie streichen

Tipps für E-Mails an den Chef
Unsplash Tipps für E-Mails an den Chef
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Lesezeit2 Min · 478 Wörter

Fünf Formulierungen verraten in Sekunden, wie Sie arbeiten, bevor der Chef den Inhalt gelesen hat. Alle stammen aus Etikette-Quellen – nicht aus dem Bauchgefühl.

Der Betreff ist gelesen, der erste Satz ist gelesen, und noch bevor es um Ihr Anliegen geht, hat der Chef ein Urteil gefällt. Viele Mails scheitern nicht am Inhalt, sondern an den kleinen Wörtern. Fünf davon sollten Sie streichen.

1. „Grüß dich“, „Tschüss“, „Ciao“

Der CIO-E-Mail-Knigge von Juli 2026 zählt private Grußformeln zu den No-Gos der Geschäftsmail. Der Kommunikationstrainer Hans Eigenmann nennt „Grüß dich“, „Tschüss“ und „Ciao“ ausdrücklich. Wer den Chef siezt, sollte auch so schließen.

2. „mfG“

Die Abkürzung steht im selben Artikel auf der Liste der unklaren Abkürzungen. Der Tagesspiegel nennt „Mit freundlichen Grüßen“ die offizielle Standardformel. Abkürzen spart zwei Sekunden und kostet Respekt.

3. „Liebe Grüße“

Laut dpa passt „Liebe Grüße“ im Geschäftsleben nicht. Persönlichere Varianten sind bei engerem Kontakt möglich, aber sie hängen von der Beziehung ab, nicht von der Bequemlichkeit des Absenders.

4. „Ich hoffe, es geht Ihnen gut“

Die Phrase gilt als Floskel. Die Linguistin Naomi Baron nennt sie die „Küchenschabe unter den E-Mail-Einstiegen“. Der Grund: Sie verschenkt die Zeile, die oft schon in der Vorschau zu sehen ist. Besser ist ein konkreter Einstieg mit Bezug zum Anliegen. Die dpa rät, das Anliegen gleich am Anfang zu nennen.

5. „In CC, damit Sie sehen, wie viel ich arbeite“

Gemeint ist eine Haltung und der CIO-Knigge zählt sie zu den No-Gos: CC einzusetzen, um dem Chef zu zeigen, wie viel man arbeitet. Der Verteiler gehört den Menschen, die die Information brauchen. Mehr nicht.

Und was sonst noch zählt

Die dpa-Trainerin Viola Moritz nennt als Obergrenze 15 bis 17 Wörter pro Satz. Wer 24 Stunden wartet, bevor er nachhakt, bleibt laut Tagesspiegel im Rahmen des Üblichen. Und weil sich versendete Mails nicht zurückholen lassen, gilt laut CIO: Text und Anhang prüfen, bevor Sie senden.

Business Punk Check

Etikette ist Kommunikation unter Zeitdruck. Chefs lesen Dutzende Mails am Tag, und der Ton wirkt, bevor der Inhalt ankommt. Die fünf Formulierungen oben haben eines gemeinsam: Sie sparen dem Absender Mühe und kosten den Empfänger Aufmerksamkeit.

Also, prüfen Sie Ihre Standardsignatur und die Standardeinstiege Ihres Teams. Wer eine Mail-Etikette für seine Abteilung festlegt, spart sich später die Diskussion im Einzelfall.

Auf einen Blick

  • Der CIO-E-Mail-Knigge vom 1. Juli 2026 nennt „Grüß dich“, „Tschüss“, „Ciao“ und „mfG“ als No-Gos der Geschäftsmail.
  • Laut dpa-Beitrag im Tagesspiegel ist „Mit freundlichen Grüßen“ die Standardformel, „Liebe Grüße“ passe im Geschäftsleben nicht.
  • Die Phrase „Ich hoffe, es geht dir gut“ nennt die Linguistin Naomi Baron die „Küchenschabe unter den E-Mail-Einstiegen“.
  • Sätze sollten laut Kommunikationstrainerin Viola Moritz höchstens 15 bis 17 Wörter lang sein.

Quellen: CIO, Tagesspiegel, Tageskarte (dpa)

Portrait Uli Weißgerber

Uli Weißgerber

Seit über 25 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Medien, Marketing und Technologie. Stationen? Sport1, ProSiebenSat.1, Bertelsmann – er war beim Start von Sport1.de dabei hat unter anderem die erste Affiliate-Kampagne in Polen ausgerollt hat. Später hat er mit getperformance das erste TV-Performance-Tracking entwickelt und Marken wie Trivago ins Fernsehen katapultiert. Als Gesellschafter von Promipool wurde er Publisher und baute ein starkes, unabhängiges Content-Portfolio auf. Heute bringt er mit seinem Team und Partnern eigene, komplexe KI-Workflow-Lösungen in Verlage und Agenturen, die mehr können als Buzzwords – unter anderem steuern sie die komplette digitale Plattform von Business-Punk.com.