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Mit Kawumm in die Zukunft!

Immobilienflaute
Neubauten auf einem Feld bzw. in einer Neubausiedlung in Glessen. Die deutsche Bauindustrie leidet unter Problemen. Inflation und steigende Zinsen setzen dem Sektor, insbesondere dem Neubaubereich, zu. (Themenbild, Symbolbild). Pulheim, 18.03.2024 Foto:Picture Alliance
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Gastbeitrag von Michael Rohrmair.

Hohe Bauzinsen, steigende Materialkosten und strenge Energieauflagen – die Immobilienbranche hat es in dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld nicht leicht. Und ebenso wenig die PropTechs, die den Sektor mit ihren Innovationen modernisieren. Doch mittel- und langfristige Trends deuten auf das Potenzial für jene Branche und ihre neuen Wohnkonzepte rund ums Smart Home, der Energieeffizienz und dem Thema Nachhaltigkeit hin.  
 
Die Katerstimmung wie sie zuletzt einen Teil des PropTech-Marktes bestimmte, scheint abzuklingen. So waren nach dem PropTech-Halbjahres-Report der Unternehmensberater von blackprint 2023 noch etwa 55 Prozent mehr Start-ups aus der Branche in wirtschaftlicher Schieflage, als noch im Vorjahreszeitraum der Studie. Doch mit der Hoffnung auf eine baldige Zinswende steht auch das Metier vor einem neuen Hochlauf. Denn seitdem ist in Sachen Lösungen und Innovationen rund um Haus und Wohnung viel passiert. Eine jährliche Neugründungsquote von 8,7 Prozent allein in Deutschland zeigt: Output und Dynamik in der Szene sind weiterhin hoch. Ebenso wie das Interesse von Kapitalgebern, die sich mit Rekordmeldungen zu Investitionen in die PropTech-Branche bemerkbar macht. Kein Wunder, ist der Modernisierungsdurst im Real Estate für die kommenden Jahre noch längst nicht gestillt. Reden wir über die Trends der Zukunft.

Innovation schlägt Finanzierung: Ausweg aus der Wohnungsnot  

Zu den Herausforderungen unserer Tage zählt die anhaltende Wohnungsnot. Nach Berechnungen der Hans-Böckler-Stiftung fehlen allein in Deutschland fast zwei Millionen Wohnungen. Das ausgegebene Ziel von 400.000 Wohneinheiten pro Jahr ist bisher unerfüllte Ambition, könnte jedoch mit neuen PropTech-Innovationen erfüllt werden. Einen Beitrag? Hochmoderne, Smart Home optimierte Fertighäuser aus nachhaltigem Material wie Holz, Holzwolle und Lehmputz. Was auf den ersten Blick aufwendig klingt, lässt sich  dank Modulbauweise in kurzer Zeit produzieren und innerhalb eines Tages aufbauen. Für junge Familien, die bisher Aufwand und Kosten für das neue Eigenheim scheuten, entstehen so neue Wohnmodelle auf dem Land mit dem vollem Smart Home Komfort. Zugang per Smartphone, Code oder Chip, integrierte Ladesäule fürs E-Auto, Photovoltaik, Batteriespeicher sowie Multisensoren sind Teil eines Gesamtkonzepts, das Hard- und Software zusammenbringt. PropTech-Alternativen machen modernes Wohnen auch außerhalb des begehrten städtischen Wohnungsmarktes und trotz hoher Bauzinsen mit überschaubarem Kostenaufwand im Vergleich zum Bau in Eigenregie möglich.  

Michael Rohrmair

Der 1979 geborene Österreicher Michael Rohrmair ist Gründer und CEO des Proptechs TECHWOODHOMES. Nach mehreren Stationen als Head of CE bei HONDA, entschloss sich der Seriengründer vor vier Jahren sein frisches Start-up ins Leben zu rufen. Mit dem Team entwickelt Rohrmair die Zukunft des smarten Hausbaus und setzt verstärkt auf den Einsatz von KI zur Flexibilisierung der Grundrisse und Optimierung des Modulbaus. Der 45-jährige ist mit seinen Lösungen und Ansätzen Pionier in einer der aussichtsreichen Nischen des Immobilienmarktes.