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SAP baut Vorstand um: Darum müssen zwei Topmanager den Softwareriesen verlassen 

SAP
Logo und Gebäude des börsennotierten Softwarekonzern SAP, Hauptverwaltung in Walldorf, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa
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Erst vor Kurzem hat der Softwarekonzern SAP sein Management neu sortiert, jetzt verlassen zwei weitere Topmanager bzw. Topmanagerinnen die Führungsriege. Firmenchef Christian Klein übernimmt vorerst noch mehr Verantwortung, bis Nachfolger oder Nachfolgerin gefunden sind. Der größte deutsche Softwarehersteller will seine Profitabilität deutlich steigern – unter anderem durch einen Stellenabbau. 

In Walldorf (Baden-Württemberg) gibt es erneut Veränderungen bei SAP: Der Softwarehersteller stellt seine oberste Führungsriege um. Marketingchefin Julia White (50) und Vertriebschef Scott Russell (51) werden nach einer Einigung mit dem Aufsichtsrat das Unternehmen zum 31. August drei Jahre vor Vertragsende verlassen, wie der Konzern mitteilte. Das „Manager Magazin“ berichtete zuerst. 

Die Suche nach einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin für Russell läuft bereits. Bis dahin übernimmt Vorstandschef Klein Russells Aufgaben vorübergehend selbst. Das Ressort Marketing & Solutions, das White verantwortete, wird aufgelöst. Der Vorstand besteht künftig nur noch aus sieben Mitgliedern. 

Zuletzt lief der von Klein besonders gepushte Verkauf von Cloud-Abos für SAP-Programme zwar rund, jedoch zögern Kundinnen und Kunden immer noch, die von SAP für den Konzern profitabelsten technischen Bereitstellungswege zu nutzen. „Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Cloud-Transformation der SAP ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die nächste Wachstumsphase einzuläuten“, sagte Aufsichtsratschef Pekka Ala-Pietilä, der diese Rolle im Mai von Mitgründer und Großaktionär Hasso Plattner übernommen hatte. 

Um die Profitabilität weiter zu steigern, hatte Klein im Januar einen Stellenabbau angekündigt. Dieser wurde kürzlich von 8.000 auf bis zu 10.000 Arbeitsplätze weltweit aufgestockt. Grund ist der ungewöhnlich große Andrang der Mitarbeitenden auf das großzügige Vorruhestands- und Abfindungsprogramm, das beim Stellenabbau eine maßgebliche Rolle spielt. 

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