Dieses Startup versorgt Großraumbüros mit schalldichten Telefonzellen

New Work: das ist kreatives, selbstbestimmtes und global vernetztes Arbeiten. Architektonisch bedeutet die neue Arbeitswelt oft: offene, fancy eingerichtete Großraumbüros. Aber braucht es nicht hin und wieder etwas Ruhe, das klassische Sich-Zurückziehen in die eigenen vier Wände? Das fand zumindest das New Yorker Startup Room. Dieses bietet Unternehmen die gute alte Telefonzelle an, um darin wichtige Telefonate oder sonstige Arbeit verrichten zu können, für die man etwas Ruhe braucht.

Das Konzept wurde aus der Not geboren: Morten Meisner-Jensen, Co-Gründer der Firma und damals noch in einer Werbeagentur beschäftigt, brauchte für Telefongespräche mit Kunden eine stilles Örtchen. Nach ersten Versuchen, eine Art Telefonzelle Plus zu bauen, musste er aber feststellen: gar nicht so einfach. Denn der Bau eines Prototypen war teurer als angenommen und angenehm war die wegen der mangels ausreichender Belüftung als „sweat box“ bekannte Zelle auch nicht gerade.

Also setzte sich Meisner-Jensen intensiver mit dem Thema auseinander und merkte, dass er nicht der einzige mit dem Bedürfnis nach etwas Stille war, und sei es nur zum Telefonieren. Zusammen mit Brian Chen gründete er Room, das nun elegante, minimalistische und transportable Telefonboxen für laute, große Büros herstellt. Und das erfolgreich. Denn mittlerweile kommt Room, dass bereits Aufträge von der NASA und Nike erhielt, mit der Produktion kaum hinterher.

Dafür sind die Boxen dann aber auch an die Bedürnisse der Nutzer perfekt angepasst: Klimatisiert, schalldicht und natürlich mit Strom ausgestattet, bieten die Boxen eigentlich alles, um den nächsten Auftrag an Land zu ziehen. Für die Zukunft plant Room, die Produktpalette weiter auszubauen. Neben größeren Einzelboxen für längere Solo-Arbeit sollen auch Teamboxen, beispielsweise für Konferenzschaltungen, hinzukommen. Coworking dürfte das Konzept jedoch nicht schaden. Denn nach einem kurzen Rückzug in die Telefonbox hat man auch wieder mehr Lust auf die lieben Kollegen.

 


Ernst Jordan

Ernst schreibt gelegentlich für den Postillon. Ansonsten bespielt er noch einen ausgesprochen wenig erfolgreichen Twitteraccount (@DasErnstBeste) ausgesprochen lieblos. Dann noch ein bisschen Utopien lesen und der Tag ist gefüllt.

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