Sechs Kurztrips, um dieses Jahr nochmal Power zu tanken

Hier ein Meeting, da ein Jour Fixe, abends noch ein Feierabendbier mit den Kollegen und am nächsten Tag ein Inspirational Brunch, um mit potentiellen Neukunden zu Netzwerken: Wir sind gefühlt 24/7 unterwegs und arbeiten einen Termin nach dem anderen ab. Gerade wenn die Grenze zwischen Privatleben und Job verschwimmt, ist es einerseits ein gutes Zeichen, weil es bedeutet, dass unser Job uns Bock macht. Andererseits aber lässt sich dadurch auch schlechter abschalten, um mal komplett den Reset-Knopf zu drücken. Denn wir alle wissen: Manchmal ist es gut, einfach mal komplett unterzutauchen, um in der nächsten KW wieder Vollgas geben zu können.

Dass man den Stresspegel runterfahren kann ohne gleich ein Sabbatical zu nehmen oder sich auf dem nächsten Kontinent zu verpeesen, sondern auch ums Eck ziemlich viele gute Ort der Erholung hat, zeigen wir euch anhand folgender Reise-Empfehlungen. You‘re welcome.

1. Vinschgau, Südtirol

Südtirol ist einer der beliebtesten Gegenden Europas, in der neben alten Traditionen auch Sinn für Innovation und Design spürbar ist. Schließlich sind es die Menschen und ihre Kultur, die Südtirol ausmachen: Es ist das Zusammentreffen der italienischen, deutschen und ladinischen Sprache. Oder anders gesagt: Es ist die Mischung aus südlicher Gelassenheit und bäuerlichem Traditionsbewusstsein. Kein Wunder also, dass man hier Zeit finden kann, um ein wenig die Powerbank aufzuladen. Von München ist das Vinschgau nur kurze 3,5 Autostunden entfernt, von Stuttgart knapp 4. Von Berlin oder Hamburg könnt ihr entspannt bis Innsbruck fliegen, und von da ist man relativ fix am Ziel.

Ausblick aus dem Strohaus.

Bester Spot zum Chillen: Der perfekte Ort zum Chillen ist im Vinschgau auf jeden Fall das Strohhaus Fliri. Das Klima im Haus ist wegen der natürlichen Baumaterialien – neben Stroh setzt Biobauer und Künstler Richard Fliri nämlich auf viel Holz, Lehm und Terracotta-Böden – besonderes frisch und natürlich. Auch das Dachinnere polsterte Fliri mit Stroh aus, in jeder Himmelsrichtung gibt es außerdem eine windgeschützte Terrasse auf der man morgens mit einem Kaffee oder abends mit einem Glas Wein entspannt ein Buch lesen kann. Falls es doch mal zu kalt werden sollte, gibt es einen Kaminofen, der die Hütte ordentlich aufheizen kann. Und wem dann immer noch kalt ist, der kann bei der Hofarbeit unterstützen. Denn Biobauer Fliri hat nicht nur Ziegen und Kühe, sondern auch Hühner und Schweine. Wer mag, kann also morgens frische Eier und Milch bekommen und als Snack ein paar selbstgemachte Kaminwurzen auf den Weg mitnehmen. Und wer übers Leben philosophieren will, der findet abends mit Richard Fliri den besten Gesprächspartner.

Bester Spot zum Schnabulieren: Gutes Essen, leckeren Wein und eine grandiose Aussicht genießen kann man im Kuppelrain. Sternekoch Jörg Trafoier macht mit Sicherheit mit seiner Frau und Sommelière Sonya und den beiden Kindern Kevin und Nathalie jeden Gourmet glücklich. Und wer von Vor-, Haupt- und Nachspeise immer noch nicht genug haben sollte, der kann sich in der kleinen hauseigenen Pâtisserie von Tochter Nathalie noch etwas Leckeres To-Go mitnehmen.

Bester Spot für einen Absacker: Außerhalb der britischen Inseln gibt es in Europa nur eine Handvoll Whiskydestillerien, die traditionelle Brennblasen aus Schottland verwenden. Die Whiskydestillerie Puni in Glurns ist eine davon. Nachdem Baumeister Albrecht Ebensperger im Jahr 2010 nach jahrelanger Planung den Grundstein für die erste italienische Whiskydestillerie legte, konnte im Frühjahr 2012 die Herstellung des ersten italienischen Whisky begonnen werden. Dadurch wird das schöne Vinschgau also ein Stückweit zu den Südtiroler Highlands – ein Besuch lohnt sich also allemal. Nur das Auto solltet ihr danach besser stehen lassen.

Bester Instagram-#NoFilter-Spot: Eigentlich lässt sich alles ziemlich gut auf Instagram verwenden. Ein Highlight ist allerdings die Berghütte Maseben. Auf dem Weg dorthin könnt ihr entlang des Langtaufer hochwandern, vorbei an Kühen und Schafen, die auf den Hängen chillen. Oben angekommen, habt ihr euch ein ordentliches Batzen Hell oder einen leckeren Kaiserschmarren verdient. Wer noch fit ist, kann weiter hoch zur Melager Alm und sich auch dort ein paar Leckereien gönnen. Wichtig: Bei all dem Genuss dürft ihr natürlich nicht das #NoFilter-Pic für Insta vergessen, Freunde!

#NoFilter-Aussicht von der Berghütte Maseben.

Der Soundtrack für diese Gegend:  Weil man auf den Straßen von Südtirol so gut brettern kannst und immer, wirklich fast immer, einen wunderschönen Blick auf die Berge hat, ist das perfekte Lied für die Gegend auf Autofahrlied: Jamiroquai – Virtual Insanity.


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