Stress im Job? Mit diesen sechs Tipps wirst du ihn los

Es gibt Tage im Office, die den Stresspegel nach oben pushen, sobald man den Laptop hochgefahren hat. Dann jagt eine Termin-Erinnerung in Outlook die nächste, die Zahl der noch zu beantwortenden E-Mails hat schon vor der Mittagspause die 100er-Marke geknackt und das Telefon klingelt pausenlos. Als ob das noch nicht genug wäre, kommt auch noch der unliebsame Kollege an, der ganz, ganz dringend und asap deine Hilfe braucht. Ätzend. Selbst das größte Multitaskingtalent kommt bei so einem Office-Highlife zu nichts – außer einer Menge Kaffee, um nicht völlig den Verstand zu verlieren. Wir hätten da noch folgende Tipps im Angebot, um sich weniger Druck zu machen, aber erstmal: durchatmen.

#Wechsle in den Early-Bird-Modus

Zugegeben: Früh aufstehen ist nicht jedermanns Sache. Eigentlich will man so lange wie es geht im Bett liegen bleiben. Vor den Kollegen im Büro zu sein, scheint also auf den ersten Blick nicht gerade erstrebenswert – ist es aber. Denn: Das Büro für eine Stunde für sich allein zu haben und in Ruhe lästige Kleinaufgaben zu erledigen, ohne ständig von der Seite angequatscht zu werden, macht den Morgen etwas erträglicher. Für wen Early-Bird-Sein ein absolutes No-Go ist, der hält sich besser an den nächsten Tipp.

#Mach dich rar

Wenn die To-Do-Liste gefühlt ein Eigenleben führt, immer länger wird, und man trotz Priorisieren der Aufgaben nicht voran kommt, weil man ständig bei seiner Arbeit im Büro unterbrochen wird, dann hilft nur noch eins: Abtauchen. Abwesenheitsnotiz erstellen und die Mailbox aktivieren. Das ist völlig okay, schließlich macht man nicht heimlich blau, sondern versucht sein Tagessoll zu erfüllen. Wer kann es einem schon verübeln, den „mega wichtigen“ Anruf nicht entgegenzunehmen, wenn es von einer charmanten Computerstimme heißt: „Der von ihnen gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit leider nicht erreichbar.“ Wenn das Hauptproblem nicht irgendwelche Externe sind, sondern die eigenen Kollegen, die einen permanent aus dem Konzept bringen, dann kann man es ja mit einem Zettel auf dem Rücken versuchen à la: Bitte nicht ansprechen. Sorgt für maximale Verwirrung und Kopfschütteln, könnte aber gegen die ein oder andere Office-Plaudertasche helfen.

#Greife zu Zettel und Stift

Der volle Terminkalender ist die eine Sache, der psychische Stress die andere. Wenn man im Office in einen Zustand totaler innerer Unruhe verfällt, weil der Kopf die ganze Zeit damit beschäftigt ist, sich zu fragen, wie man das alles schaffen soll, dann heißt es: Hallo Denkblockade. Und das ist nicht wirklich hilfreich. Yoga und Atemübungen kann man natürlich machen, man kann aber auch folgendes versuchen: Aufschreiben, was einen gerade stresst oder ärgert, um die Dinge aus dem Kopf zu bekommen und sich so Luft zu machen. Wenn man sich dann wieder bereit fühlt, die Sache anzugehen, geht man nochmal einen Schritt zurück und macht eine kurze Checkliste für das To-Do. Fragen zum Abhaken können zum Beispiel sein: Hat man alle wichtige Informationen, um die Aufgabe zu erledigen? Sind noch Fragen oder Unklarheiten offen?

#Sei nicht immer Everybody’s Darling

Die einfachste Lösung gegen Stress ist: Sich nicht mehr Arbeit aufzuladen als man erledigen kann. Klingt simpel und logisch. Ist es ja auch, wird aber dennoch zu selten gemacht. Viel zu oft übernimmt man doch noch eine Aufgabe, weil die ja „ganz schnell“ erledigt ist oder quetscht noch ein Meeting in die Agenda, weil die Besprechung angeblich nicht bis morgen warten kann. Die Lösung: „Nein“ zu Dingen sagen, die keine Dringlichkeit aufweisen und sich von der Illusion verabschieden, es im Arbeitsleben immer allen Recht machen zu wollen – das funktioniert nämlich meistens sowieso nicht. Wem das schwer fällt, der kann es ja an Kleinigkeiten üben, etwa wenn der Kollege einen bittet, etwas auszudrucken, weil er gerade selbst so vertieft in seiner Präsentation ist, aka zu faul.

#Nichts geht über Pausen

Die Kollegen gehen fast jede Stunde kurz an die Luft, um eine zu rauchen? Da machen sie schon mal etwas richtig, zumindest den Teil mit der Pause. Fakt ist, wer sich alle 90 Minuten eine kurze Auszeit gönnt, kann danach produktiv weiter abliefern. Also wer sein Leben nicht der Zigarettensucht gewidmet hat, der kann sich ein eigenes kleines Ritual suchen, das einen mal nicht apathisch auf den Bildschirm starren lässt. Nur Mut, niemand wird einem gleich Faulheit unterstellen. Ein schnelles Office-Workout, eine unauffällige Tanzperformance zum Lieblingssong – oder eine völlig ausartende, je nach Belieben. Oder man geht einfach mit den Raucher-Kollegen raus, um eine Runde mit ihnen zu quatschen. Stärkt auch das Arbeitsklima.

#Pranke deinen Kollegen

Nicht immer liegt die Ursache für Stress im Büro an dem Berg an Aufgaben, den man zu erledigen hat. Eine einschlägige Selbstanalyse des Office-Alltags kann durchaus auch zu der Erkenntnis führen, dass der größte Trigger der vorlaute Kollege ist, der das Büro mit einem Präsentationsraum verwechselt und andauernd mit seinen tollen Leistungen prahlt. Das kann ganz schön unter Druck setzen. Eine Möglichkeit, damit umzugehen: Dem Stress da Luft machen, wo er herkommt. Der folgende Vorschlag ist zwar maximal pubertär, aber dem Büro-Angeber einen kleinen Streich zu spielen, kann durchaus förderlich für das eigene Wohlbefinden sein. Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude und so eine abgeklebte Lichtquelle von der Maus oder ein Fake-Windows-Update als Bildschirmschoner tun nicht weh. Ist auf jeden Fall ein Stimmungsaufheller für zwischendurch.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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