Helikopterflüge: Uber will im Sommer den Luftraum erobern

Gibt es irgendein Fortbewegungsmittel, das Uber sich noch nicht unter den Nagel gerissen hat? Private Fahrer*innen fahren mit eigenem Auto, Fahrgäste fahren mit Mietwagen mit Fahrern, manche fahren aber auch Taxi, kurz: Alle fahren irgendwie mit allen weltweit durch die Gegend und vermittelt wird über eine mobile App. Diese verschiedenen Geschäftsmodelle heißen dann beispielsweise UberPop, UberTaxi, UberBlack et cetera. Dazu kommen Essensauslieferungen, Fahrradverleihe und so weiter. Auch in Berlin war der US-amerikanische Dienstleistungsunternehmen wegen 1.000 E-Bikes im Gespräch. Vor Kurzem ist Uber an die Börse gegangen. Als ob das nicht alles reichen würde: Ab Juli will das Unternehmen Helikopterflüge anbieten und so auch den Luftraum erobern. Der Name dafür: UberCopter.

Die vorerst getestete Route dieses Shuttle-Services führt vom Süden Manhattans zum John-F.-Kennedy-Flughafen, also insgesamt etwa 20 Kilometer, und zwar in der Anfangsphase nur nachmittags von Montag bis Freitag. Der Ablauf funktioniert so wie beim normalen Sicherheitscheck: Bordkarte in der App vorzeigen, kurze Überprüfung, Sicherheitsvideo glotzen. Fünf Menschen passen in eine Maschine. Kostenfaktor: je nach Nachfrage. Im Schnitt aber etwa 200 bis 225 Dollar. Für eine vierköpfige Familie wären das also für einen einzigen Flug 800 Dollar. Dass also nicht jeder abheben kann, ist klar.

Reiche Geschäftsmenschen, die durch den New Yorker Luftraum brausen, sind nicht so ungewöhnlich. Auch Tourist*innen nutzen immer mal wieder Helikopter, um sich den East River von oben anzusehen. Besonders gut ist das Timing für den UberCopter aber nicht: Erst am vergagenen Mittwoch ist ein Helikopter im Stadtraum abgestürzt. Einige Kritiker*innen fordern, unnötige Hubschrauber aus dem Stadtraum zu verbannen. Falls das klappt, hätte Uber wenigstens genügend Zeit, sich zu überlegen, was man ökonomisch noch aus den Weltmeeren rausschlagen kann. Die jedenfalls sind bisher auf der Liste noch offen.

 


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