Uber geht an die Börse: Vier Startups, die demnächst nachziehen werden

Uber, was haben wir mit dir schon alles erlebt! Da war Onur Kerey, dein Fahrer aus London, der über Nacht zur Internet-Berühmtheit wurde. Oder die Mitteilung, dass du ein Patent für die Erkennung betrunkener Fahrgäste eingereicht hast. Oder dein Stress mit den Londoner Behörden, weil du fahrlässig mit der Sicherheit deiner Kundinnen und Kunden umgegangen bist. Oder dein Prozess im Jahr 2017, als deine Mitarbeiterinnen geklagt haben, weil sie weniger verdient haben als ihre männlichen Kollegen. Und sich daraufhin 500 Personen wegen Belästigung und Diskriminierung beschwert haben und du um die sieben Millionen Dollar Entschädigung locker gemacht hast. Oder an die zahlreichen Menschen in Großbritannien und Australien, die in diesem Moment aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen protestieren.

Heute gehst du also an die Börse und dein CEO bleibt cool, obwohl du allen Prognosen zufolge als Fahrdienstvermitteler noch lange Zeit Verluste machen wirst. Wie im letzten Jahr ungefähr, als du 1,8 Milliarden Dollar verloren hast – bei gleichzeitigem Umsatz von elf Milliarden. Was erwartet uns sonst noch so im Jahr 2019 an der Börse?

1. Airbnb

Zugegeben: So ganz klar ist nicht, ob es Airbnb noch in diesem Jahr an die Börse packt. Man munkelt und munkelt, aber nach einem exklusiven Interview mit einem der Mitgründer steht doch wieder alles infrage. Sinngemäß sagte der dem „Business Insider“, dass zwar Schritte unternommen worden seien, um 2019 bereit für einen Börsengang zu sein. Was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass das Unternehmen damit auch einen Börsengang plane. Aha. Wir bleiben also gespannt.

2. Slack

Der US-Messengerdienst scheint für seinen Börsenauftritt was ganz Besonderes zu planen. So kam Ende April raus, dass Slack auf Angebot und Nachfrage setzt, ohne dass eine Investmentbank dazwischengeschaltet ist, wie das Handelsblatt berichtet. Damit verzichtet Slack auf diese marktschreierische Performance, schon vorab um große Investoren zu werben. Irgendwie angenehmer, für uns alle?

3. WeWork

Laut dem „Manager Magazin“ ist WeWork im Januar mit 47 Milliarden Dollar bewertet worden. Damit gehört es zu den wertvollsten der Welt. Der New Yorker Büroflächenanbieter will jetzt auch an die Börse und hat sich vorher noch einen neuen Namen zugelegt: WeCompany. Expertinnen und Experten sind aber noch skeptisch: Die einen sehen einen Hype darin, die anderen finden das Geschäftsmodell zukunftsweisend, wie Gründerszene berichtet.

4. Lyft

In den letzten Tagen ist Ubers Konkurrent Lyft an die Börse gegangen und hat bereits einen Millionenverlust eingefahren. Das ist besonders spannend, weil sich das Geschäftsmodell mit dem von Uber deckt und beide aus dem Silicon Valley kommen. Lyft konzentriert sich aber vor allem auf die USA. Bis Ende des Jahres sollen die Zahlen übrigens rot bleiben.

Apropos Uber: Erinnert ihr euch noch an den Typ, der in seinem Auto ein Ride-Type-Menü mit 20 unterschiedlichen Fahrten ausliegen hatte? Das ging vom Silent-Ride bis zum Creepy-Ride. Fahrgäste konnten dann wählen, was ihnen am liebsten ist. Damals haben wir selbst ein paar gesammelt.

Dienstleistungen à la Carte

 


Business Punk Redaktion

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.

Zum Autor

Das können wir Dir auch empfehlen

placeholder
placeholder
placeholder