Twin.TV: “Das, was wir jetzt haben, ist eigentlich unser Traum“

Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen euch und Funk vorstellen? An was für Regeln müsst ihr euch halten, weil ihr jetzt über den Rundfunkbeitrag finanziert werdet?

Dennis: Das Erste, an das wir uns gewöhnen mussten war, dass man keine Markeneinblendungen haben darf. Denn früher sind wir häufig mit Nike oder Adidas Pullis rumgelaufen, und hatten uns nichts dabei gedacht. Funk hat dem schnell ein Ende gemacht, was aber ja auch verständlich ist, da es sich beim Content-Netzwerk um ein werbefreies Angebot handelt.

Aber was die Arbeit angeht, sind wir unabhängig. Wir werden redaktionell von der Funk-Zulieferredaktion des Hessischen Rundfunk, das ist die Sendeanstalt, die für uns zuständig ist, betreut. Hier werden unsere Videos auch redaktionell abgenommen. Im Jour Fix besprechen wir kommende Themen mit der Redaktion, aber Idee, Dreh, Produktion machen wir alles innerhalb unserer Produktionsfirma.

Benni: Ich glaube, die Leute, die uns länger verfolgen, die kennen uns und wissen auch, dass wir uns nichts vorschreiben lassen würden, sondern authentisch sind. Sonst hätten wir das mit funk auch nicht gemacht.

Andere YouTuber finanzieren sich durch ihre Werbeeinnahmen. Wie ist das bei euch?

Dennis: Wir sind mit unserer Twin.TV GmbH eine Produktionsfirma und unser Kanal, vier Uploads die Woche, ist eine Auftragsproduktion für Funk, beziehungsweise für den Hessischen Rundfunk.

Jedes Jahr wird dann ein Vertrag geschlossen. Da werden dann verschiedene qualitative beziehungsweise quantitative Ziele sowie ein Budget vereinbart und damit wird dann quasi ein Jahr lang Content produziert. Das ist ein ganz normaler Produktionsauftrag von Produktionsfirma zu Sender.

Wie sucht ihr eure Gäste aus?

Benni: Das Gute ist, dass wir bereits durch unsere langjährige Arbeit ein Standing haben und daher proaktiv von Leuten aus der Film- und Fernsehbranche Vorschläge bekommen. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar.

Ansonsten schauen wir einfach, wen wir so spannend finden. Zum Beispiel hatten wir letztens Money Boy zu Gast, den finden wir cool. Oder Lars Eidinger, ein mega Schauspieler. Das sind halt so Leute, die wir selbst bereits auf dem Schirm haben und die wir dann einfach anschreiben.

Dennis: Außerdem schauen wir auch immer, über wen gerade viel geredet wird und fragen uns: Was oder wer interessiert die Leute derzeit? Wir haben auch gern kontroverse Leute bei uns, aber wir würden uns jetzt keine Radikalen einladen. Es muss immer mit unseren Idealen zusammenpassen.


Michael Gnahm

Michael studiert Marketingkommunikation, weil er es mit klassischen Studiengängen wie Wirtschaftswissenschaften einfach nicht so hat. In den Journalismus ist er zufällig reingestolpert und mittlerweile voll in Love. In seiner Freizeit hört er gerne musikalische Kunstwerke aus dem Bereich des deutschen Sprechgesangs. Also komm ins Café, wir müssen reden!

Zum Autor

Das können wir Dir auch empfehlen

placeholder
placeholder