Wegweiser: Dos und Don’ts für ein gelungenes Feedbackgespräch

Feedback gibt’s auf Arbeit an einem bestimmten Punkt immer. Sei es nach einem größeren Projekt, vor einer Teamsitzung oder irgendwann in der Phase des Praktikantendaseins. Meist fällt die Rückmeldung positiv aus, in seltenen Fällen gibt’s was zu bemängeln, und ab und an ist auch harte Kritik mit in petto. Um richtig mit jeder Bewertung umzugehen, gibt es von uns die Dos und Don’ts für ein gelungenes Feedbackgespräch.

Don’ts

Das stimmt doch alles gar nicht. Ja, Kritik tut weh. Egal, ob berechtigt oder nicht. Trotzdem kann man beim Chef nicht einfach hochgehen, auf den Boden stampfen und eine Tirade der Selbstverteidigung loslegen. Wem die genannten Punkte während des Feedbackgesprächs unfair erscheinen, der kann ruhig und gelassen seine Gegenargumente oder Verteidigungsmaßnahmen vorbringen. Schließlich hat die Führungskraft auch nicht immer recht.

Feedback? Das brauch ich nicht. In manchen Fällen ist das Feedbackgespräch freiwillig. So beispielsweise im Praktikum oder während der Studierendentätigkeit. Wer im Glauben lebt, zu makellos für die Rückmeldung zu sein, der beweist schon in diesem Augenblick das Gegenteil. Selbst wenn auf Arbeit alles glatt läuft und man gute Ergebnisse liefert, kann auf manchen Ebenen Verbesserungsbedarf bestehen. Wie man auf Kollegen wirkt, wird hinterm PC schließlich nicht immer klar.

Ich Chef, du nix. Diese Einstellung gilt aber nicht nur für Vorgesetzte. Egal ob Arbeitgeber oder -nehmer, im Feedbackgespräch sollten ein Hierarchiegefälle oder die eigene Selbstdarstellung nie Überhand gewinnen. Ob Prakti, Werkstudent*in, Festangesellte*r oder Chef*in, für jede*n ist Rückmeldung auf Augenhöhe von Vorteil. Wenn’s also was zu kritisieren gibt: Ohren auf und Stolz beiseite.

Aber zu Hause … Was in den eigenen vier Wänden passiert, das bleibt auch in den eigenen vier Wänden. Dein*e Vorgesetze*r will nicht wissen, obs in der Beziehung gerade läuft oder man Stress mit den Nachbarn hat. Wer sich von Privatem im Beruf beeinflussen lässt und deshalb schlechte Ergebnisse erzielt, der kann die persönlichen Probleme ansprechen, allerdings nicht detailgetreu auf den Tisch legen. Lieber versprechen, an den Mängeln zu arbeiten.

Merke: Bei privaten Schwierigkeiten den Stärkegrad beurteilen. Handelt es sich nur um einen Beziehungsstreit oder selbstauferlegten Stress, dann gehört das beim Chef nicht auf den Tisch. Anders sieht es aus, wenn ein Todesfall eintritt oder jemand (dauerhafte) Pflege benötigt. Diese Schicksalsschläge können einen über längeren Zeitraum betreffen und belasten. Prio eins hat dann immer die mentale Gesundheit. 

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