Auszeit gefällig? So überzeugst du deinen Chef von einem Sabbatical

Für immer mehr Menschen steht nicht mehr der Job im Fokus, sondern die eigene Selbstverwirklichung und soziales Engagement. Flexible Arbeitszeitenmodelle sollen diesen Wünschen gerecht werden – darunter das Sabbatical. Auch wenn das in Deutschland noch nicht gesetzlich geregelt ist, passen sich viele Unternehmen dem Wandel an. Wer also seinen Chef von einer Auszeit überzeugen will – wir haben hier ein paar gute Argumente:

#Jetzt ist die Zeit

Dem Chef klarmachen, dass das Timing perfekt passt, ist nicht immer leicht. Besonders, wenn die Führungskraft von sich aus keine Sabbaticals anspricht. Deshalb: Auszeit planen.

Am besten wirft man einen Blick auf den Terminplan: Welche Projekte stehen an? Wie stressig werden die kommenden Monate? Danach das Sabbatical ausrichten. Beispielsweise im Zeitraum, in dem gerade viel Luft ist und der Vorgesetzte mit dem restlichen Team allein klarkommt. Ansprechen kann man sein Vorhaben beim Feedbackgespräch, dem Lunch-Termin oder bei der Urlaubsplanung. Da hat man nämlich die Gelegenheit dem Chef noch mal in Erinnerung zu rufen, dass man sich durch Überstunden beispielsweise auch ordentlich für das Unternehmen eingesetzt hat und diese nun abbauen will, auch wenn diese alleine natürlich nicht für ein ganzes Sabbatical reichen. Dennoch kann man ihm so vor Augen führen, dass man ein zuverlässiger Mitarbeiter ist, und sich die Auszeit verdient hat.

#Guter Ruf garantiert

Ein Sabbatical hat nicht nur für Mitarbeiter*innen einen Vorteil, sondern auch für das gesamte Unternehmen. Das sollte man dem Chef klar vor Augen führen. Gründe wie ein Strukturwandel, veränderte Prioritäten bei den Nachwuchskräften oder Modernität können hier angesprochen werden.

Firmen, die Auszeiten anbieten, wirken anpassungsfähig und gehen mit dem Zeitgeist. Sie legen Wert auf die Gesundheit der Kolleg*innen und verstehen den Wunsch, aus verschiedenen Gründen ein Sabbatical einlegen zu wollen (oder zu müssen). In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Unternehmen unentbehrlich, auf die Wünsche des Arbeitnehmers zu hören und offen für Vorschläge zu sein. Das sorgt für einen guten Ruf.

#Bonus für das Unternehmen

Natürlich sollte klar sein, dass ein Sabbatical nicht nur zum Faulenzen und Chillen genutzt wird. Wenn der Chef skeptisch ist, kann man ihm erklären, dass die Auszeit auch für ihn Vorteile mit sich bringt, zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen oder Burnout-Prävention: Wer sich ein paar Monate Ruhe vom Job gönnt und stattdessen eigenen Zielen nachgeht, der fördert nicht nur seine persönliche Entwicklung und schützt die Gesundheit, sondern hat zusätzlich später im Job mehr Motivation, Kraft und vor allem Ausdauer. Ein großer Pluspunkt in Sachen Soft Skills. Vielleicht nutzt man auch die arbeitsfreie Zeit, um sich neue Fähigkeiten anzueignen. Auch das kann den Chef überzeugen. Außerdem: Je nach Vertrag kann ein Sabbatical eine Kostenersparnis für die Führungskraft bedeuten. Interessant für Zeiten, in denen wenig Projekte anstehen und man nicht allzu viele Mitarbeiter*innen beschäftigen müsste.


Business Punk Redaktion

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