No money, no honey: Eisverkäufer lässt Influencer doppelt zahlen

Ein Eisverkäufer in Los Angeles, Joe Nicchi, hat die Schnauze voll von Influencer*innen, die in seinem Laden kostenlos Eis abstauben möchten. Deswegen macht er genau das Gegenteil: Wer sich als Influencer*in versteht, soll bei ihm doppelt bezahlen, also acht statt vier Dollar. Was ihn annervt: dass die Social-Media-Affinen ihn belagern und anhand ihrer Followerzahl versprechen, sein Business zu promoten – das heißt, wenn er ihnen kostenlos Eis dafür gibt. Eine der wohl dreisteten Ideen hat er im Gespräch mit BBC erzählt: „Wir haben eine Anfrage bekommen, ob wir für 300 Menschen eine Party geben, um im Gegenzug Publicity dafür zu erhalten.“ Keine Chance, hat Nicchi beschlossen. Und ging ironischerweise kurz danach mit diesem Bild viral:

Dabei scheint es – zumindest wenn man sich seine Zahlen bei Instagram beispielsweise anschaut – gar nicht so schlecht um ihn zu stehen in den sozialen Medien: Immerhin 14.800 Abonnent*innen folgen dem Eisladen CVT Soft Serve. Dazu kommt, dass gerade er als Eisverkäufer vermehrt auf Laufkundschaft angewiesen sein dürfte, anstatt einer krassen medialen Hyperrepräsentation.

Die Genervtheit von Influencer*innen ist nicht neu – und war zumindest in Deutschland erst im Juni Thema. Da wollte sich ein Insta-Paar von den eigenen Followern einen Trip nach Afrika mit 10.000 Euro finanzieren lassen und hat dafür harsche Kritik eingefahren. Cat und Elena verstehen sich als „lovers, travellers, dream chasers“ und lassen sich bisher von Cats Mutter finanzieren, die zwei Jobs mache. Der beste Kommentar dazu: “Your mom works two jobs to pay for your trip, don’t you think that’s impacting her mental heath? It’s sad this isn’t all a joke, the self importance you have is ridiculous.”


Business Punk Redaktion

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