So meistert man die Phasen einer Unternehmensnachfolge

Es klingt zwar simpel, aber eine Unternehmensnachfolge ist häufig – sei es im Konzern, Familienbusiness oder in einem börsennotierten Unternehmen – eine spannende Zeit, die viele Herausforderungen mit sich bringt. Denn: Eine Unternehmensnachfolge ist immer auch eine Art der Gründung. Die Aufbauarbeit wurde zwar bereits geleistet, die neue Führungskraft kann aber Chancen über Wachstum und Optimierung des Betriebs verwirklichen und neu denken. Damit so was reibungslos gelingt, haben wir die wichtigsten Phasen zusammengefasst:

#Phase 1: Planung & Koordination

In der ersten Phase gilt es, sich in Ruhe anzuschauen, was das zentrale Ziel und Hauptanliegen des Unternehmens ist. Wie sind die Strukturen im Unternehmen, wie steht es um die Unternehmenskultur und ist so etwas überhaupt vorhanden? Dann gilt es, vorhandene Strukturen zu überdenken, gegebenenfalls zu eliminieren oder zu erweitern. Und auch Hierarchien mit den entsprechenden Zuständigkeiten zu prüfen. Abgesehen von den strukturellen Handlungsfeldern, muss man auch klar die Rechtsgrundlage im Hinterkopf behalten. Möchte man eine vollständige Unternehmensübergabe oder nur eine Teilhaberschaft? Sind all die Fragen geklärt, geht es über in die nächste Phase.

#Phase 2: Unternehmensanalyse

Klar ist, wie fast in jeder Lebenslage: Zu Beginn sollte man erst mal checken woran man ist. Und es gibt ziemlich viele ziemlich klasse Tools, die dabei helfen können. Am geeignetsten dafür ist wohl immer noch die gute alte SWOT-Analyse. Mit ihr findet man heraus, wo Stärken und Schwächen liegen können, aber auch, welche Chancen und Risiken sich in der bisherigen Unternehmensführung verbergen. Wichtig ist nur, ehrlich zu bleiben. Und wie könnte das besser funktionieren, wenn man nicht nur vom eigenen Kopf profitiert, sondern auch von neuen Ideen, die mit der Unternehmensübergabe automatisch einhergehen? Wenn erst mal alle Fakten auf dem Tisch liegen, ist es endlich Zeit für eine …

#Phase 3: Nachfolgestrategie

Sobald man sich einen Überblick verschafft hat, können erst mal alle aufatmen. Anhand des Status quos, der auch problematische Sphären nicht ausblendet, kann man mit vereinten Kräften nun eine Strategie für die Nachfolger*innen entwickeln. Wie soll das Unternehmen in zehn Jahren aussehen? Wie wollen die Mitarbeiter*innen im Unternehmen zusammen arbeiten, miteinander umgehen? Wie steht es um die Unternehmenskultur? Über Visionen zu sprechen, hilft erst mal. Sie auf die Basics herunterzubrechen steht dann zum Ende dieser Phase an. Für die Übergebenden ist das noch mal ein guter Zeitpunkt, um zu reflektieren, was sie in den letzten Jahren alles geleistet haben, aber auch, woran es noch hapert. Und für die Nachfolger*innen dürfte der Einstieg ziemlich dankbar sein: Es ist Platz genug für eigene Ideen und gibt einen Fahrplan, an dem man sich erst mal orientieren kann.

#Phase 4: Übergabe

Time to go … das ist wohl eine der schwierigsten Phasen. Das Loslassen, Übergeben und Einsehen, dass die Zeit jetzt wirklich over ist. Aber sobald alle Grundlagen, Strategien und Visionen erst mal erarbeitet sind, geht es eben auch um Vertrauen. Ganz egal, ob sich jemand geplant oder ungeplant aus dem Unternehmen verabschiedet, ist jetzt wichtig zu wissen, dass die Grundbausteine für eine gute Zukunft des Unternehmens gelegt sind. Dafür ist es notwendig, möglichst transparent zu sein und jedes noch so kleine Problem anzusprechen. Nur so wird es überhaupt lösbar.

#Phase 5: Umsetzung

In dieser wohl schönsten Phase der Unternehmensübergabe ist es so weit: Die einen können endlich selbstständig entscheiden, Pläne umwälzen, tatkräftig losstarten – und auch für die anderen beginnt etwas Neues und sie wissen, dass das Unternehmen nach bestem Gewissen übergeben wurde. Für die Nachfolger*innen heißt es jetzt, die eigene Rolle im Unternehmen besser kennenzulernen. Mit dem Wissen, das in den letzten Wochen, Monaten und Jahren übergeben wurde, ist das bestimmt kein Problem mehr. Und jetzt: Gutes Gelingen und bloß den Fun nicht aus den Augen lassen!


Business Punk Redaktion

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