Offenbar wurde Teslas Mitarbeiter*innenbuch geleakt, inklusive „Stupid Stuff“

Tesla ist gerade dabei, nahe Berlin eine Fabrik für Elektroautos zu bauen. Eine gute Gelegenheit also für viele, doch mal Bewerbungsunterlagen zum US-Unternehmen zu mailen. Aber wie steht es eigentlich um Teslas Unternehmenskultur? Viele Hinweise darauf könnte das mutmaßliche Mitarbeiter*innenbuch geben, das jetzt offenbar via Business Insider geleakt wurde. Wir haben mal einen Blick reingeworfen, immerhin interessiert uns brennend, wie Elon Musk seine Mitarbeiter*innen motiviert und welche Regeln sie bitte zu befolgen haben.

Gleich zu Beginn des „Anti-Handbook Handbooks“ wird klargemacht, dass man bei Tesla großen Wert auf Visionen legt: „Wir sind Tesla. Wir verändern die Welt. Wir sind bereit, alles neu zu durchdenken.“ Dann werden die Unternehmensprinzipien und -standards genannt und näher erläutert. Unter „Trust“ heißt es etwa: „Wir ändern unseren Ansatz nicht, wegen der wenigen, die uns enttäuscht haben. Stattdessen haben wir sie gehen lassen.“

Generell fällt schnell auf, dass in dem Handbuch ziemlich oft die Rede davon ist, jemanden zu feuern. Insgesamt sieben Mal kommt es indirekt oder sehr offen zur Sprache. Apropos zur Sprache bringen: Bei Tesla kann und soll jeder mit jedem reden, wenn man etwas ansprechen möchte – selbst mit CEO Elon Musk.

„Job Duties“

Die betrieblichen Pflichten liefern ein paar schöne Motivationszitate, die ihr euch augenzwinkernd in die Office-Küche hängen könnt. Hier mal eine Auswahl: „‚Das hat mir niemand gesagt‘, ist eine Entschuldigung, die hier nicht gilt“, „Deine Nummer-eins-Aufgabe ist es, dieses Unternehmen zum Erfolg zu führen“ oder „Deine guten Ideen sind wertlos, wenn du sie für dich selbst behältst.“ Das hätte der Business Lion auch nicht besser ausdrücken können.

Das fehlende Verständnis für Leute, die nicht ins Office kommen und niemanden Bescheid geben, klingt aber selbst mit zwinkernden Augen zu hart: „Wenn du nicht zur Arbeit erscheinst und uns darüber nicht informierst, gehen wir davon aus, dass du ein Idiot bist.“

„Stupid Stuff“

Unter diesem Punkt gibt es eine kurze Liste der Sachen, die entweder zu einem Coaching oder sogar Ausschluss aus der Firma führen können. Darunter fallen etwa Diebstahl, Enthüllung vertraulicher Informationen (wie beispielsweise dem Mitarbeiter*innenhandbuch?), Mobbing, Belästigung, Gewaltausübung oder -androhung und Besitz illegaler Drogen.

Abschließend gibt es noch den versöhnlichen Hinweis, sich doch einfach so zu verhalten, wie man es sich selbst von seinen Kolleg*innen wünscht. Denn: „Tesla soll die Art Firma sein, deren Mitarbeiter*innen sich darauf freuen, morgens zur Arbeit zu kommen. Das Leben ist zu kurz für alles andere.“

Stimmt.


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