Wie Rossmann mit einem Werbespot die deutsche Clubszene supporten will

Keine Frage, die Club- und Konzertbranche ist finanziell besonders hart von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Keine Veranstaltungen, keine Besucher*innen, keine Einnahmen, viele Existenzängste. Um die Kulturschaffenden zu unterstützen, wurde United We Stream gestartet, ein Livestream-Projekt, bei dem aus den leeren Clubs und Venues heraus Konzerte und DJ-Sets übertragen und so Spenden generiert werden. Die Idee fand die Drogeriekette Rossmann anscheinend so gut, dass sie das Projekt jetzt unterstützen wollen.

Im neuen Werbespot steht der Berliner Rapper Massiv (bekannt aus „4 Blocks“) als Türsteher vor einer Rossmann-Filiale, getreu dem Motto „Clubfeeling 2020: Man steht in der Schlange vorm Rossmann, bis der Security-Typ einem mit einem kurzen Nicken zu verstehen gibt, dass man jetzt rein darf.“ Endlich drinnen geht die Party ab, also das Einkaufen von Duschgel und Haargummis, aber auch das Tanzen zu den Beats der Disco Boys. Es sind nun mal seltsame Zeiten, die wir alle gerade erleben.

„Damit wir gemeinsam nach der Krise wieder feiern können“, wie es am Ende so schön eingeblendet wird, will Rossmann an United We Stream spenden. Je mehr Likes das Video auf Youtube, Facebook und Instagram in einer Woche einsammelt, desto mehr Geld gibt’s. Bei 100.000 Stück immerhin 50.000 Euro.

Seit Montag hat der Clip alleine auf Facebook über 50.000 Likes bzw. Lach-Emojis und auf Youtube 6.400 Daumen eingesammelt. Auf Instagram sieht man die Likes zwar nicht, dafür wurde das Video fast eine Million Mal abgespielt. Die gesteckten Ziele dürften also locker erreicht werden.

Ein gelungenes Beispiel dafür, wie man die eigenen Social-Media-Kanäle für eine gute Sache pusht.


Business Punk Redaktion

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