Kampf gegen Müll: Spanien plant eine Plastiksteuer

Man kann es in diesem außergewöhnlich turbulenten Jahr leicht vergessen, aber Covid-19 ist nicht unsere einzige Sorge. Auch der Klimawandel und die Umweltzerstörung bleiben ein Problem. Umso vorbildlicher, dass die spanische Regierung rigoroser gegen Plastikverschmutzung vorgehen will. Ab Juli 2021 ist eine Plastiksteuer in einer Höhe von 0,45 Euro pro Kilogramm nicht-recyclebares Plastikverpackungsmaterial vorgesehen. Spanien rechnet damit, dadurch 700 Millionen Euro Steuern pro Jahr einzunehmen.

„Das ist eine indirekte Steuer, die auf die Herstellung, den Import oder innereuropäischen Erwerb nicht wiederverwendbarer Plastikverpackungen erhoben wird, die auf spanischen Markt benutzt werden“, erklärte Spaniens Energie- und Umweltministerin Teresa Ribera.

Eine Plastiksteuer auch bald in Deutschland?

In dem Gesetzesentwurf steht außerdem, dass Einweg-Strohhalme, -Geschirr und -Besteck aus Plastik sowie Mikroplastik in Kosmetika und Waschmitteln verboten werden sollen. Damit versucht Italien, die Vorgaben der EU zur Eindämmung von Wegwerfplastik zu erfüllen. Bisher recycelt Spanien weniger als der Durchschnitt der EU-Staaten.

Die EU plant für alle Mitgliedsstaaten eine Plastiksteuer. In Deutschland sieht das Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sehr kritisch. Die paar Cent mehr an der Kasse würden kein Umdenken einleiten.

Immerhin: Ab 2021 soll es europaweit keine Einweg-Strohhalme und kein Wegwerf-Geschirr aus Plastik mehr geben. Die Mitgliedstaaten müssen nur noch zustimmen.


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