Steuerung via VR: In Supermärkten in Tokyo sollen Roboter die Regale einräumen

Der Alltag in der Pandemie ist schon ziemlich „Black Mirror„-esk. Kann man sich eben nicht ausdenken. Und wo wir schon bei der düsteren SciFi-Serie sind: Dieser Roboter, der im Supermarkt mittels Virtual Reality Regale einräumt, könnte auch glatt aus „Black Mirror“ stammen.

Mit seinem – im Verhältnis zum Rest des Körpers – kleinen Kopf, erinnert er an eine Synthese aus Fuchs und Autobot. Ihr wisst schon, die Auto-Roboter aus „Transformers“.

Roboter soll Arbeitsbedingungen erleichtern

Die Supermarktkette FamilyMart aus Tokio und das Unternehmen Telexistence wollen mit dem Roboter Arbeitsprozesse automatisieren. Hauptsächlich geht es dabei um das Wiederauffüllen der Regale, was schwere Arbeit ist und viel Zeit in Anspruch nimmt.

Der Roboter namens Model-T wird remote gesteuert. Dafür muss man sich in sein System einloggen. Dann heißt es VR-Brille auf, Controller in die Hand und ab geht’s. Der Vorteil ist, dass Beschäftigte, die den Roboter steuern sollen, ortsunabhängig eingestellt werden können. Der im Video zu sehende Arbeiter ist immerhin fünf Meilen vom eigentlichen Supermarkt entfernt.

So will man dem Arbeitskräftemangel entgegentreten, da eine Arbeitskraft in mehreren Läden arbeiten kann. Klingt ehrlich gesagt mehr nach Stress als Entlastung, auch wenn die Arbeit dadurch mehr einem Videospiel gleicht. Wer aber mehrere Stunden am Stück zockt, weiß, wie anstrengend der Spaß nach einer Weile für die Augen ist. Zumal die VR-Steuerung auch einen Batzen an Konzentration erfordert.

Um Model-T zu trainieren, wird er zunächst nur PET-Flaschen einräumen. Später folgen dann auch andere Produkte. Bis 2022 sollen die Roboter in 20 Märkten im Einsatz sein.

Wir sehen schon Hallen voller Menschen, die mit aufgesetzten VR-Brillen Regale einräumen, die ganz weit entfernt sind und wieder ist es da, das Gefühl, in einer Folge „Black Mirror“ zu leben.


Business Punk Redaktion

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