Random & Fun Designer entwickelt Shelter-Suit für Obdachlose

Designer entwickelt Shelter-Suit für Obdachlose

Gerade im Winter sind Wohnungslose und Leute in Flüchtlingslagern wie in Lesbos der großen Gefahr ausgesetzt, im Schlaf bei Minusgraden zu erfrieren. Der niederländische Designer Bas Timmer hat während seines Studiums selbst miterleben müssen, wie der obdachlose Vater zweier Freunde den Kältetod starb.

Seit diesem traurigen Ereignis ist Bas Timmer klar, dass er mit seiner Mode nicht auf angesagten Catwalks der Fashion-Shows laufen will. Lieber möchte er dafür sorgen, dass Menschen ohne Obdach und Kinder in Flüchtlingslagern zumindest gut gewärmt durch kalte Tage kommen, wie die Tagesschau berichtet.

Sein selbstentworfener Shelter-Suit ist dabei Jacke, Tasche und Schlafsack in einem. Dabei ist das Material des Suits wasserabweisend und schützt so auch im Regen.

Für die Produktion stellen Timmer und sein Team Leute ein, die entweder selbst geflüchtet sind oder aus anderen Gründen auf dem klassischen Arbeitsmarkt keine Chancen mehr haben. Zur Herstellung wird dabei recyceltes Material wie gebrauchte Schlafsäcke oder Zeltplanen genutzt. So ist der Shelter-Suit nicht nur ein soziales, sondern gleichzeitig auch ein nachhaltiges Projekt.

In Europa verteilte Timmer gemeinsam mit seinem Team bereits über 12.500 Shelter-Suits an Bedürftige. Durch eine Zusammenarbeit mit UNICEF konnten weitere Shelter-Suits nach Afrika und USA exportiert werden. Dort steigen die Obdachlosenzahlen wegen der Corona-Krise an.

Für seine Idee wurde Timmer erst kürzlich vom Time Magazin zum „Young Leader of the Year“ gekürt. „Aber dieser Titel ist nicht meiner, er ist für das ganze Shelter-Suit-Team. Wenn die syrischen Flüchtlinge aus den Lagern nicht beim Nähen der ersten Anzüge geholfen hätten, wären wir niemals an dem Punkt, an dem wir jetzt sind“, erklärt Timmer gegenüber der Dutch News.

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