Life & Style MyPostcard und Deutsche Post spenden eine Million Postkarten

MyPostcard und Deutsche Post spenden eine Million Postkarten

Wie oft wir es in diesem Jahr gehört haben, kann wahrscheinlich niemand mehr zählen – aber und gerade jetzt vor Weihnachten gilt es noch einmal umso mehr: Wir alle sollten daheimbleiben und unsere Kontakte soweit es geht reduzieren. Netflixen also statt Glühwein mit Freund*innen. Oder Bücher lesen. Oder kochen. Oder Postkarten schreiben – und so doch ein bisschen mit den Leuten da draußen in Kontakt bleiben. Über Whatsapp hinaus natürlich. Und Mail. Und Telefon. Und – you name it!

MyPostcard und die Deutsche Post haben sich jetzt zusammengetan. Eine Million Postkarten stellen die beiden Partner*innen jetzt zur Verfügung. Jede*r, der*die will und älter ist als 18 Jahre, kann drei Karten verschicken. Marco Hülsmann, COO und CTO von MyPostcard, erzählt, warum.

Herr Hülsmann, warum haben sich MyPostcards und die Deutsche Post für die Aktion zusammengetan?

Die Corona-Krise hat viele Branchen sehr hart getroffen. Aber für uns und auch für die Post lief das Jahr eigentlich sehr gut. Und wir wollten etwas zurückgeben. Wir haben also schon im Frühjahr, als es den ersten Lockdown gab, angefangen zu sprechen und zu überlegen, was wir machen können. Und unser Kerngeschäft sind nunmal Postkarten. Und da haben wir am Anfang der Corona-Krise sehr viele Karten gesehen, die Menschen an ihre Liebsten verschickt haben. Nach dem Motto: Ich kann Ostern nicht mit den Großeltern verbringen, aber ich kann sie in anderer Form an meinem Leben teilhaben lassen.

Eine Million Postkarten geschenkt: Erst versenden, dann wiedersehen, wenn alles vorbei ist. Foto: MyPostcard

Gäbe es dafür nicht eigentlich naheliegendere Kanäle als eine Postkarte?

Natürlich. Man kann auch eine WhatsApp schicken, die man nach einer Stunde wieder vergessen hat. Aber unsere Nutzer*innen sind ja von sich draufgekommen, unser Produkt so zu nutzen. Deshalb ist diese Aktion jetzt ein logischer Schritt.

Wie meinen Sie das?

Wir wollten jetzt etwas Großes auf die Beine stellen. Ich finde, eine Million Postkarten, das ist schon was. Wir hoffen, damit die Zeit überbrücken zu können, bis wir uns wieder wirklich sehen können. Aber so ist es wenigstens eine gewisse Art von Nähe. Denn durch das eigene Foto habe ich doch wenigstens ein persönliches Produkt.

Was sind das für Karten, die man verschicken kann?

Im Pool gibt es rund 100 Designs, die wir gemeinsam mit der Post ausgewählt haben und die man dann durch ein eigenes Foto personalisieren kann. Dann schreibt man noch einen Grußtext, gibt die Empfänger*innen an. Schon ist die Karte fertig. Sie wird dann an Werktagen innerhalb von 24 Stunden gedruckt und ist in ein bis zwei Tagen bei den Empänger*innen.

Irgendwie wirken Postkarten doch ein bisschen anachronistisch, oder?

Ich denke, es gibt einen klaren Trend zurück zu alten Tugenden in einer immer schneller werdenden Welt – In Zeiten der digitalen Kommunikation ist die gedruckte Postkarte etwas Besonderes. Ein bisschen Nostalgie schwingt natürlich mit. Aber vor allem ihre Emotionalität spielt eine große Rolle. Wir bei MyPostcard sehen ein stetiges Wachstum bei dem Postkartenversand und ich denke unser Produkt verbindet die digitale Welt mit den Emotionen von etwas Persönlichem.

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Das sind die Motive der Postkarten
Die Motive sind an die von der Bundesregierung ausgegebenen AHA-Regeln im Kampf gegen das Corona-Virus angelehnt.
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Sie sollen Mut machen, die Pandemie zu überstehen.
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Gerade Menschen, die ihre Familien jetzt nicht sehen können, freuen sich vielleicht über die Karten.
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Die Sprüche auf den Karten handeln davon, dass wir uns bald wieder in den Armen liegen können, gemeinsam Kaffee trinken, in die Kneipe gehen oder ins Kino gehen können.
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Klar, wir wollen auch wieder Tanzen gehen.
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Die Karten sind gebranded, manche kann man mit eigenen Bilder designen.

Bis wann soll die Aktion dann gehen?

Wir haben keinen Endpunkt für die Aktion gesetzt. Aber wir hoffen schon, dass wir alle Karten spätestens in den kommenden zwei Monaten versendet haben. Bei einer Million Karten brauchen wir dafür rund 300.000 Menschen, die mitmachen, da jede*r drei Karten verschicken kann.

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