Life & Style Audemars Piguet x Marvel-Uhr: „Eine Portion Realität und etwas Illusion“

Audemars Piguet x Marvel-Uhr: „Eine Portion Realität und etwas Illusion“

Haben Sie einen Lieblings-Superhelden?

Das ist eine sehr schwierige Frage, auf die ich jeden Tag der Woche eine andere Antwort habe. Jetzt gerade denke ich wieder oft an „Uatu the Watcher“, eine Figur, die 1963 erstmals bei den „Fantastic Four“ auftauchte. Wie sein Name vermuten lässt, ist er ein Beobachter, der sich nach Belieben durch Zeit und Raum bewegen kann und nur aktiv eingreift, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. 

Werden Marvel-Helden auf der Leinwand zukünftig eine Uhr von Audemars Piguet tragen?

Nein, um Product-Placement in den Filmen geht es bei unserer Zusammenarbeit überhaupt nicht. Wir lieben die Blockbuster, viele Freunde arbeiten an ihnen mit oder spielen darin eine Rolle – und wenn sie eine Audemars tragen, dann aus eigenem Antrieb und Spaß an der Uhr. Sollte es also ein Modell vor die Kamera schaffen, haben das der Star, der Regisseur oder die Produzenten so entschieden. Wir haben zu viel Respekt vor der Comicwelt, um in irgendeiner Form reinzureden.

Die letzten Handgriffe bei der Fertigung. Credit: Audemars Piguet

Hatten Sie Lampenfieber, als Sie mit US-Comedian Kevin Hart auf der Bühne standen?

Das dachte ich in den Tagen zuvor, aber Kevin ist ein so talentierter Comedian und Freund der Marke, dass er es für uns Neulinge im Rampenlicht so leicht und angenehm wie möglich gemacht hat. Das war ein Moment, den ich nie vergessen werde.

Was kann die Uhrenindustrie von der Entertainment-Branche lernen?

Für uns war das kein Neuland, wir engagieren uns schon lange und sehr bewusst im Kulturbereich. Ein gutes Beispiel ist die „Royal Oak Offshore PVD Steel“ aus dem Jahr 1999, die erste Highend-Uhr komplett in Schwarz. Sie tauchte in „End of Days“ am Arm von Arnold Schwarzenegger auf, was wiederum an der langen Freundschaft unseres CEOs mit der Actionlegende lag. Allein in den letzten 25 Jahren kamen viele weitere Projekte dieses Kalibers hinzu: im Film, in der Musik, der Kunst und im Sport. Diese Offenheit gegenüber anderen kreativen Disziplinen ist geradezu ein Muss im Handwerk der Uhrmacherei, würde ich sagen. Neben der reinen Technik, der Ingenieursleistung geht es immer auch um die Einflüsse aus fernen Länder, von beeindruckenden Persönlichkeiten und Leidenschaften, die Konstruktion und Design bereichern.

Welche spezielle Fähigkeit würden Sie als Superheld wählen?

Ich würde gern ein Portal öffnen und von einem Ort zum anderen reisen können. Familienangehörige, Freunde und Kollegen in aller Welt besuchen, ohne in Schlangen zu stehen oder in ein Flugzeug gepfercht zu sein – das ist vielleicht eine durch die Pandemie gesteigerte Sehnsucht. Eine Alternative wäre natürlich der ewige Menschheitstraum vom Fliegen. Ich stelle mir das unglaublich befreiend vor, mitten am Tag einfach mal abzuheben, in der Luft zu cruisen und alles von oben zu betrachten.

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