Innovation & Future Marvel Fusion: Münchner Kernfusions-Firma bekommt 35 Millionen Euro

Marvel Fusion: Münchner Kernfusions-Firma bekommt 35 Millionen Euro

Das deutsche Kernfusions-Startup Marvel Fusion hat in einer Series A 35 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Wagniskapitalgeber Earlybird.

Marvel Fusion arbeitet an Technologien, mit denen Energie aus dem Verschmelzen von Atomkernen entestehen soll. Sollte das gelingen, wäre es eine saubere und sichere Energiequelle. Anders als bei bisherigen Kernspaltungskraftwerken fallen bei der Fusion auch kaum atomare Abfälle an.

Die Technologie ist allerdings so komplex, dass sie trotz jahrzehntelanger Forschung bis heute nicht für die Energieproduktion nutzbar ist. Marvel Fusion hofft auf schnelle Fortschritte, unter anderem, weil es Innovationen gibt, die Fusion mit Lasern ermöglichen. Hier alles zu den Hintergründen aus Business Punk 5/21.

Andere Anlagen arbeiten mit extrem starken Magneten. Zuletzt hatten Fortschritte an wissenschaftlichen Einrichtunge in den USA und China die Hoffnung befeuert, dass Kernfusion auf dem Weg zur Marktreife ist.

Expert:innen warnen jedoch auch vor zu großen Hoffnungen, Kernfusion könne eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Klimakrise spielen. Die Zeit läuft davon.

Marvel Fusion hat außerdem bekannt gegeben, mit Schwergewichten der Industrie zusammenarbeiten zu wollen. Darunter der Laserexperte Trumpf und Siemens Energy.

Letztes Jahr flossen 2,3 Milliarden Euro VC-Gelder in die Fusionsbranche, so die FT. Aber es geht auch um viel, oder wie es Marvel Fusion-Chef Moritz von der Linden ausdrückt: „Falls es funktioniert, ist das der Heilige Gral.“

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