Life & Style 260 Privatjet-Flüge pro Tag: Deutschlands Elite kennt keine Krise

260 Privatjet-Flüge pro Tag: Deutschlands Elite kennt keine Krise

Das Jahr 2022 war geprägt von Krisen und Einsparungen, zumindest für den Großteil der Deutschen. Doch laut einer Recherche des NDRs und der SZ stieg gleichzeitig die Anzahl an Privatjet-Flügen im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau. Insgesamt starteten 2022 94.317 Business-Jet-Flüge von deutschen Flughäfen.

Allein am Freitag vor Pfingsten seien laut dem NDR 30 Privatjets auf Sylt gelandet. Fünf davon starteten in Hamburg. Mit dem Direktzug von Hamburg nach Sylt würde man knapp über drei Stunden benötigen. Offensichtlich zu viel für die ein oder anderen „Highperformer:innen“. Oder sie möchten sich einfach nicht mit dem einfachen 9-Euro-Ticket-Pöbel in der Bahn abgeben.

Im Jahr 2019 waren es dabei 85.439 Privatjets, die auf deutschen Flughäfen gestartet sind. Im ersten Corona-Jahr sank die Zahl ab. Doch schon 2021 flogen mehr Privatjets als 2019.

Dekadenz, die man sich leisten können muss

Das hat auch auf den CO2-Ausstoß einen Einfluss: In der ersten Flugstunde verbraucht das meistgenutzte Jet-Modell laut NDR 760 Kilogramm Kerosin und stößt somit drei Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Im Durchschnitt verbrauchen Deutsche pro Jahr elf Tonnen Treibhausgase im Jahr. Privatjetnutzer:innen verbrauchen das wohl deutlich schneller.

Und nicht nur das CO2 wird bei den Reichen offensichtlich ohne schlechtes Gewissen rausgehauen, auch die Kosten für einen Privatjet sind nicht ohne. Auf der Webseite Aeroaffairs können verschiedene Privatjets gechartert werden. Ein Flug von Paris nach Nizza kostet dabei beispielsweise mit dem kleinsten Modell und drei bis sieben Sitzplätze 5.050 Euro.

Wer jetzt noch nicht genug von dem elitären Business-Lifestyle hat, für den oder die haben wir noch ein paar Business-Memes, mit denen sich Privatjetflieger:innen ganz bestimmt identifizieren können:

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