work wise · Betriebsrat Gigafactory

Tesla-Chaos in Grünheide: Kranke Mitarbeiter ohne Lohn, Betriebsrat unter Druck

Tesla kämpft in Deutschland mit dramatischen Verkaufsrückgängen.
Credit Image: © Scott Brauer/ZUMA Press Wire August 18, 2024, Seattle, Washington, USA: Hundreds of new Tesla electric vehicles, primarily sedans and SUVs including Models 3, S, X, and Y, stand in a storage lot in an industrial area near a rail yard in Seattle, Washington, USA, on Sun., Aug. 18, 2024. (Credit Image: © Scott Brauer/ZUMA Press Wire
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Elon Musks Vorzeigefabrik in Brandenburg gerät zunehmend in die Kritik. Mitarbeiter berichten von verweigerten Lohnzahlungen trotz ärztlicher Atteste, während der Betriebsrat Transparenz blockiert.

Die Gigafactory bei Berlin sollte Teslas europäisches Aushängeschild werden. Stattdessen häufen sich die Probleme: Einbehaltene Löhne bei Krankheit, unangekündigte Hausbesuche und ein Betriebsrat, der kritische Anfragen abblockt. Während die Absatzzahlen einbrechen, eskaliert der Konflikt zwischen Management und Gewerkschaft.

Krankmeldungen unter Generalverdacht

Was in deutschen Unternehmen selbstverständlich ist, wird in Grünheide zum Politikum: die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Laut Handelsblatt-Recherchen soll Tesla krankgeschriebenen Mitarbeitern den Lohn verweigert haben – selbst bei Vorlage eines ärztlichen Attests. In einigen Fällen forderte das Unternehmen sogar bereits gezahlte Krankentage zurück.

Besonders brisant: Das Management verlangte offenbar von erkrankten Beschäftigten, ihre Diagnosen offenzulegen und behandelnde Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Die IG Metall bezeichnet dies als „völlig unzulässige Einschüchterung“ und systematisches Vorgehen gegen Arbeitnehmerrechte.

Betriebsrat blockiert Aufklärung

Der Konflikt spitzt sich weiter zu, da der Betriebsrat offenbar keine Transparenz schaffen will. Ein Antrag gewerkschaftlich organisierter Betriebsräte, Informationen über nicht bezahlte Krankmeldungen offenzulegen, wurde abgelehnt. 14 Enthaltungen wurden formal als Ablehnung gewertet, obwohl die Mehrheit der anwesenden Betriebsräte dafür stimmte.

Die IG Metall wirft Betriebsratschefin Nadine Schmitz und anderen nicht-gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten eine zu große Nähe zur Werksleitung vor. In einem Newsletter heißt es unmissverständlich: „Die Betriebsräte des Managements blockieren.“

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