Productivity & New Work Das Millennial-Marken-Ranking wirft einige Fragen auf

Das Millennial-Marken-Ranking wirft einige Fragen auf

Was mussten wir uns schon für Vorurteile anhören: Millennials sind im einen Moment ganz bedacht auf Work-Life-Balance, dann sind sie wieder Workaholics. Ihnen geht es um Sinn bei der Arbeit oder nur ums Geld. Sie sind viel zu smartphonefixiert, aber wenn sich das Internet mal wieder gelöscht hat, können sie doch wieder ganz hilfreich sein. Kurz, man ist sich nicht so ganz einig, was man von den Millennials halten soll. Was aber feststeht: Sie reden über bestimmte Marken mehr, über andere weniger. Und das wandelt sich von Jahr zu Jahr massiv, wie das Millenials Ranking des YouGov BrandIndex beweist. Hierfür werden Menschen zwischen 18 und 34 Jahren gefragt, über welche Marken sie in den letzten zwei Wochen mit ihren Freunden und der Familie gesprochen haben. Wer die Auf- und Absteiger des Ranking sind und was sich daraus für Fragen ergeben, haben wir für euch zusammengefasst:

1. Wohnst du noch oder scorest du schon?

Die größte Überraschung ist wohl Ikea gelungen. 2017 gar nicht in der Top Ten, ist es nun direkt auf den zweiten Listenplatz gesprungen. Was es damit auf sich hat, können wir uns beim besten Willen nicht erklären. Ja, es gab einige gelungene PR-Aktionen und bei steigenden Mietpreisen werden wir wohl noch eine Weile auf Ikea-Classics zurückgreifen. Aber wieso der große Sprung seit letztem Jahr?

Millenial Ranking
YouGov Millennial Ranking 2017

2. Sind die Zeiten von Instagram und Snapchat vorbei?

Instagram und Snapchat wurden beide von der Liste verdrängt. Dass es bei Snapchat in letzter Zeit nicht so läuft, ist ja kein Geheimnis, aber was ist nur mit Instagram los? Ist es so selbstverständlich geworden, dass man nicht mehr darüber spricht? Vielleicht liegt das plötzliche Verschwinden auch nur daran, dass einige Marken an den beiden Foto-Networks vorbeigezogen sind. Lag der niedrigste Score der Top Ten 2017 noch bei 63,3 Prozent, liegt er in diesem Jahr schon bei 68,2 Prozent.

3. Netflix räumt ab

Netflix ist einer der größten Aufsteiger im Ranking und katapultiert sich damit vom vierten Platz auf die Spitzenreiterposition. Platz 1 ist wohl auch berechtigt: Letzte Woche noch berichtete BBC, dass 13,1% des gesamten Internetkonsums auf Netflix zurückgingen. Und PR-technisch hat Netflix in diesem Jahr auch einiges rausgehauen. Übrigens: Noch mehr Punkte als Netflix hat Katjes gesammelt. Deren Score stieg um 10,3 Punkte und bleibt trotzdem deutlich unter den Scores der Top Ten.

Millenial Ranking
YouGov Millennial Ranking Top Ten Improvers

4. America first – Digital first

Aus der Top Ten sind acht Unternehmen US-amerikanisch. Kein einziges ist deutsch. Acht Unternehmen sind aus der Digitalbranche. Wir ahnen: Da gibt es einen Zusammenhang! Entweder Deutschland überholt Schweden in der Möbel- und Köttbullarproduktion oder versucht doch, digital ein bisschen aufzuholen.

Welche Vorurteile über die Millennials stimmen? Wenn man nach diesem Ranking geht, liegen sie viel in ihrem „Malm“-Bett, netflixen, löffeln Nutella und tauschen sich dabei auf Whatsapp über ihre neusten Amazon-Errungenschaften aus. Klingt eigentlich ganz realistisch.

 

 

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