Perks of summer: Ab wann man als Arbeitnehmer Hitzefrei fordern kann

Ein Schritt nach draußen genügt, um festzustellen: Es ist Sommer. Eindeutig. Und während alle möglichen Wetterforscher*innen dieser Welt vor einer Hitzewelle mit über 40 Grad warnen, schleicht sich bei uns langsam die Sorge ein, dass es auch im Büro ganz schön heiß werden könnte. Da liebäugelt man natürlich mit Hitzefrei – wie damals in der Schule. Um euch die Frage nach der Rechtslage zu erleichtern, haben wir deshalb die Fakten gesammelt.

1. Die 35 Grad-Grenze

Vorweg: Offiziell gibt es per Gesetz für den Arbeitnehmer kein Hitzefrei, allerdings müssen bei der Überschreitung mancher Grenzwerte Maßnahmen ergriffen werden. So etwa, wenn die Raumtemperatur über 26 Grad steigt. Ab hier hat der Arbeitgeber seiner Sorgfaltspflicht nachzugehen und für Abkühlung zu sorgen. Kalte Getränke, Jalousien, geschlossene Vorhänge. Vielleicht das Einrichten einer Klimaanlage. Steigen die Raumtemperaturen jedoch über einen längeren Zeitraum weiter auf über 35 Grad, dann ist Schluss. Ab jetzt ist arbeiten für den Arbeitnehmer unzumutbar.

2. Der Gesundheitsaspekt

Wer schwanger, stillend oder gesundheitlich beeinträchtigt ist, hat ein Vorrecht, wenn es um Hitzefrei geht. Dadurch, dass den Betroffenen durch die immense Hitze größeren Schaden zugefügt werden kann, haben sie die Möglichkeit, auf kühlende Maßnahmen zu beharren oder „schlimmstenfalls“ freie Tage zu fordern. Wichtig ist allerdings, die aufkommenden Probleme durch ein ärztliches Attest bestätigen zu lassen, wie der Stern berichtet.

3. Die neue Arbeitszeit

Ist nun die Zeit der Nachteulen gekommen? Nein, nicht ganz. Allerdings kann der Arbeitnehmer seinen Angestellten den Vorschlag machen, die Arbeitszeiten zu verändern. So etwa früh am Morgen oder später am Abend. Ganz entkommt man so zwar der prallen Sonne nicht, allerdings bleibt einem die permanente Mittags- und Nachmittagshitze erspart. Auch Homeoffice ist eine Möglichkeit, um die Arbeitnehmer zu entlasten und ihnen zusätzlich den meist unbequemen Anfahrtsweg zu ersparen.

4. Das Entgegenkommen

Knallharter Businesslook in (Hosen-)anzug, Lederschuhen oder Kostüm. Kein Mensch kann sich konzentrieren, wenn das Nylon an den Beinen klebt oder der Hemdkragen sich anfühlt wie eine Schlinge und nebenbei der Schweiß den Rücken hinunter rinnt. Daher als Vorgesetzter die Kleiderordnung lockern. Es müssen keine Badehose und Mini-Rock sein, allerdings können luftigere Hosen oder kurzärmlige Oberteile schon zu Besserung führen. Ebenso leichteres Schuhwerk wie Loafers oder Slipper.

 


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