Life & Style Goldener Windbeutel: Das sind die Nominierten für die größte Werbelüge

Goldener Windbeutel: Das sind die Nominierten für die größte Werbelüge

Alle Jahre wieder zeichnet Foodwatch mit dem goldenen Windbeutel die größten Werbelügen der Lebensmittelbranche aus. Dabei wählt der Verein im Vorhinein fünf verschiedene Produkte aus, die uns Verbraucher:innen durch Euphemismen auf Packung und Werbung täuschen. Im Anschluss können User:innen dann für eines der fünf Produkte stimmen.

Das Produkt mit den meisten Stimmen erhält den Preis des goldenen Windbeutels. Wobei „Preis“ hierbei auch eher einem Euphemismus gleicht, immerhin geht’s um die größte Werbelüge. Und auch dieses Jahr können User:innen wieder aus fünf Produkten auswählen. Dabei sei das Greenwashing eigener Produkte die derzeit beliebteste Werbelüge, erklärt Foodwatch in ihrer Pressemitteilung. Klar, Nachhaltigkeit liegt im Trend und überzeugt Kund:innen vom Kauf ohne schlechtes Gewissen.

Das Voting für den Negativpreis läuft noch bis zum zwölften Dezember. Wir stellen euch hier die fünf Nominierten mit den Begründungen von Foodwatch vor:

1 / 5
Kandidat Nr. 1: Volvic Natürliches Mineralwasser von Danone
Auf der Flasche des Volvic-Mineralwassers prangt ein „Klimaneutral zertifiziert“-Label. Dabei ist das Wasser alles andere als vorbildlich: Die Flaschen werden größtenteils per Lkw aus Frankreich nach Deutschland transportiert. Einweg-Plastik-Flaschen schaden der Umwelt stärker als Mehrwegflaschen. Und im Vergleich zu Leitungswasser emittiert das Volvic-Wasser ein Vielfaches an CO2.
Media Source: Foodwatch
2 / 5
Kandidat Nr. 2: Mövenpick Green Cap Kaffeekapseln von J.J. Darboven
„Kompostierbar“ und „biologisch abbaubar“ sollen die Mövenpick-Kaffeekapseln von J.J. Darboven sein. Tatsächlich sind die “Green Caps“ alles andere als umweltfreundlich: Abfallunternehmen können sie weder recyceln noch kompostieren – sondern müssen sie verbrennen. Dadurch sind sie in der Umweltbilanz nicht besser als normales Plastik.
Media Source: Foodwatch
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Kandidat Nr. 3: Katjes Wunderland Fruchtgummis
Ausgerechnet bei einer Süßigkeit mit 60 Prozent Zuckeranteil tut Katjes so, als sei sie gesund. Die als „Wunderland“ getarnte Zuckerbombe enthält zugesetzte Vitamine – für ein vermeintlich „besseres Naschen“. Dadurch verleitet Katjes zum Süßigkeiten-Konsum und verschleiert den hohen Zuckergehalt, der sogar 30 Prozent höher ist als bei Haribo Goldbären.
Media Source: Foodwatch
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Kandidat Nr. 4: Clean Protein Bar von Naturally Pam by Pamela Reif
Die Fitness-Influencerin Pamela Reif bewirbt die Verpackung ihres Proteinriegels als plastikfrei, biologisch abbaubar und umweltfreundlicher als konventionelles Plastik. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Plastik-Folie, die weder kompostiert noch recycelt wird, sondern als Plastikmüll in der Müllverbrennung landet. Auch in der Natur würde die Folie – wenn überhaupt – nur sehr langsam abgebaut.
Media Source: Foodwatch
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Kandidat Nr. 5: Wilhelm Brandenburg Hähnchen-Brustfilet von Rewe
Rewe rechnet Fleisch „klimaneutral“, indem es falsche CO2-Zertifikate nutzt. Die Eigenmarke „Wilhelm Brandenburg“ wird so zur Klimalüge. Zum Ausgleich von Emissionen soll Wald geschützt werden – stattdessen werden im Projektgebiet in Peru Bäume zerstört.
Media Source: Foodwatch

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