Sechs Dinge, die du von „Stranger Things“ für dein Business lernen kannst

Stranger Things, die wohl beliebteste Serie unter Erwachsenen mit Kindern in der Hauptrolle, geht endlich in die nächste Runde und die Welt kann es kaum erwarten. Kein Wunder, schließlich haben die Kids aus Hawkins einiges auf dem Kasten. Eine seltsam aussehende Öffnung zu einem Paralleluniversum, the Upside Down? Kein Problem. Gefährliche Monster bekämpfen? Auch kein Problem. Ein Schulball? Hm, das ist schon eher semi-cool. Dazu kommt noch die volle Dröhnung 80er-Jahre-Nostalgie und schon verfällt man dem Charme der Serie.

Legt euer „Dungeons und Dragons“ also erst mal zur Seite. Binge-Watchen ist ausdrücklich erwünscht. Denn ihr könnt von Eleven, Mike, Dustin und Co. einiges für euer Business lernen – und das ist nicht nur Mut.

Achtung: Dieser Artikel enthält Einblicke in die Geschehnisse aus the Upside Down. Wer noch keine Bildschirmbegegnungen mit Demogorgons hatte, sollte das schnellstmöglich nachholen und dann weiterlesen.  

#Trainiere deine Fähigkeiten

Jeder von uns hat irgendein Talent. Das muss nicht gleich Telekinese oder Gedankenmanipulation sein. Die einen sind gut in Personalführung, die anderen in externer Kommunikation und wieder andere sind ein Ass, wenn es um Analysefähigkeiten geht. Unsere Talente sind für uns selbstverständlich. Schließlich waren sie schon immer da. Meistens fokussiert man sich deshalb auf vertikale Entwicklung als Karriereziel. Aber wie man an Eleven sieht: Die eigenen Top-Skills sollte man trotzdem immer weiter trainieren, denn nur so kann man auch das volle Potential daraus schöpfen. Und wer weiß schon, was so in einem schlummert? Also: Dran bleiben!

#Nicht ohne dein Team

Wovon sich Erwachsene wirklich eine Scheibe abschneiden können, ist der Zusammenhalt, den die Kids in den bisherigen Staffeln bewiesen haben. Niemand bleibt auf der Strecke, alle werden in sämtliche Projekte miteinbezogen, sei es den Tunnel zur Schattenwelt in Staffel zwei zu zerstören, beim gemeinsamen Spieleabend oder beim Trick-or-Treat als Ghostbusters an Halloween. Nur als Team erzielt man die besten Ergebnisse. Dazu gehört eben auch, dass man gemeinsam nach Lösungen sucht, für einander einsteht, anderen Teilerfolge gönnt und sich an Absprachen hält. Und last but not least: Ehrlichkeit hat oberste Prio, denn wie sagen die Kids: Freunde lügen nicht. Das gilt auch für Kolleg*innen.

#Such dir einen Sparringspartner

Jeder kennt es: Je mehr man in einem Projekt oder einem Unternehmen verankert ist, desto schwieriger ist es, Lösungen für Probleme zu finden. Man steckt einfach zu tief drin in der Materie. Deswegen gilt: Suche dir einen Sparringspartner. Der sollte im Idealfall ein Außenstehender sein, mit dem du dich regelmäßig austauschen und bei Fragen auf ihn zukommen kannst oder der dich auf neue Ideen bringt. Wie auch immer, ein Partner, der einen fördert und vor Fehltritten schützt, sollte jeder an seiner Seite wissen. Ähnlich wie Mike, Dustin und Lukas, die ihren Lehrer Mr. Clark in Sachen Physik zu Rate ziehen oder die Beziehung zwischen Eleven und Chief Hopper, der sie in der Waldhütte unterbringt, um sie zu schützen und sie letztendlich auch zum Portal des Upside Down führt, damit sie es mit ihren telekinetischen Kräften schließen kann.

#Jedes Unternehmen braucht Nerds

Oft kommt es in der Firma auch darauf an, welche Interessen ein Mitarbeiter außerhalb des Büros hat. Ein potentieller Kandidat bewirbt sich für die Marketingabteilung und ist leidenschaftlicher Zocker oder kann sämtliche „Star Wars“-Filme mitsprechen? Wunderbar. „Stranger Things“ zeigt, nerdig zu sein ist klar von Vorteil. Denn man kann auf ein breites Fachwissen zurückgreifen, das auf den ersten Blick zwar nichts mit dem eigentlichen Job zu tun hat, aber Nerds sind auf ihrem Spezialgebiet wahnsinnig schnelle Denker und können den Transfer in die Arbeitswelt leisten. Wie Dustin, der die Monster aus Upside Down mit jenen in „Dungeons und Dragons“ vergleicht und so weiß, wie mit ihnen umzugehen ist. Querdenken führt oft zu kreativen Outcomes. Nicht umsonst ist die Floskel „Think outside the Box“ immer noch auf jeder Business-Bullshit-Bingo-Liste weit oben.

#Lass dich nicht von deinen Emotionen kontrollieren

Eleven macht es vor, und ihr macht es am besten nicht nach: In der Serie handelt das junge Mädchen oftmals angetrieben von Wut. Beispielsweise, wenn sie auf ihrem Rachefeldzug mit Kali, Nummer Acht, unterwegs ist. Was wir an Eleven sehen: starke Emotionen wie Wut und Angst können eingesetzt werden, um Anderen zu schaden oder um Anderen den Arsch zu retten. Dennoch sind im Office solche Gefühle weniger hilfreich – vorallem dann nicht, wenn sie privater Natur sind. Schnell handelt man im Affekt und läuft Gefahr, nur noch mehr Dinge zu verbocken. Mal Hand aufs Herz: Man hat noch nie einen Kollegen geholfen, weil man wütend auf ihn war, oder? Wenn dich der Ärger im Büro überkommt, schreib alles auf einen Zettel und jage ihn zu Hause durch den Schredder.

#Finde heraus, wer die Bad Player sind

Egal, welche Position man in der Arbeitswelt inne hat, nicht alle Menschen haben gute Absichten. Es liegt vor allem in der Aufgabe des CEOs herauszufinden, wer die Bad Player sind. Natürlich muss man das nicht im Alleingang. Auch bei „Stranger Things“ sind mehrere Gruppen drauf und dran herauszufinden, was und vor allem wer hinter dem Paralleluniversum steckt. Das muss nicht immer eine Konkurrenz-Firma sein oder ein übergeordnetes Institut, wie es das Hawkins Lab ist. Auch der eigene Mitarbeiter kann ein hinterhältiges Spiel treiben oder Geheimnisse vor dem Unternehmen haben, die es auch betreffen. Wenn man seine Feinde kennt und aus der Reserve lockt, hat man auch eine Chance angemessen zu reagieren.

Und last but noch least: Behaltet euch immer eine gute Portion kindlicher Unbeschwertheit und 80s-Vibes bei. Hilft immer.


Es gibt übrigens mehrere Serien, von denen man etwas fürs Business lernen kann. Wie wäre es mit Bad Banks, Game of Thrones oder Suits


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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