US-Präsidentschaftskandidat bezahlt Meme-Seiten auf Instagram für seine Kampagne

Gott hat mal gesagt: „The internet is for porn, but Instagram is for memes.“ Kein Wunder also, dass irgendwann Unternehmen auf die Idee kamen, doch einfach auf Instagram mit Meme-Seiten zusammenzuarbeiten – so wie beispielsweise Aldi mit Alman-Memes2.0. Und genau das macht jetzt auch der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg. Im ganz großen Stil.

Der Multimilliardär hat momentan noch recht reale Chancen auf die Kandidatur und befindet sich deshalb voll im Wahlkampfmodus. Für seine Kampagne nutzt er jedoch extrem unkonventionelle Kanäle. Laut New York Times arbeitet er mit dem Projekt „Meme 2020“ zusammen, einem Zusammenschluss einflussreicher Meme-Creator*innen unter der strategischen Führung von Mick Purzycki, CEO von Jerry Media.

Die Leute von Jerry Media waren nicht nur die Promo für das sagenhaft gescheiterte Fyre Festival und die Co-Produktion der späteren Netflix-Doku „Fyre“ zuständig, sondern stecken auch hinter dem 14,9-Millionen-Abo-starkem Meme-Instagram-Account @fuckjerry. Jetzt zeigt sich durch von Bloomberg gesponserte Posts der „Meme 2020“-Kampagne, wie gut Purzycki auf dem US-Meme-Markt vernetzt ist.

Screenshot via Instagram @fuckjerry

Am 13. Februar gingen auf @tank.sinatra, @trashcanpaul, @whitepeoplehumor, @grapejuiceboys, @thefunnyintrovert, @shitheadsteve, @kalesalad, @neatdad, @drgrayfang und auch @fuckjerry Memes online, die selbstironische Chat-Verläufe mit dem Medienmogul Bloomberg zeigten. In den Captions versicherten sie alle, dass dieser Post wirklich von dem U-Präsidentschaftskandidaten gesponsert wurde. Wie viel genau er für die Aktion bezahlt hat, ist nicht bekannt. Ein Werbe-Post auf @fuckjerry kostet mindestens 30.000 Dollar. Bloombergs Vermögen wird von Forbes auf 53 Milliarden Dollar geschätzt.

Da jeder dieser Accounts ein Millionenpublikum erreicht und die Memes sich perfekt in den sonstigen Humor der Seiten einfügen, ist die ganze Aktion eine Musterbeispiel für gelungenes Marketing im Jahr 2020.

Screenshot via Instagram @shitheadsteve

Wir persönlich mögen Memes frei von politischer Beeinflussung ja lieber. Wenn man als Politiker*in schon als Meme auf Instagram stattfinden will, dann sollte man sich das doch bitte durch unfreiwillige Komik verdienen. Entweder durch seltsame Spendenaufruf-Videos wie Bernie Sanders oder durch was auch immer Trump sich ins Gesicht schmiert.

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Political discussions in 3, 2, 1 (@iamhappytoast)

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