„Game of Office“: Diese fünf Cheftypen aus GoT gibt es in jedem Büro

Man kann einzelne Hauptcharaktere in „Game of Thrones“ phasenweise lieben, hassen oder verachten – nur um sie nach ein paar Aktionen später wieder sympathisch zu finden, oder sie endgültig auf die persönliche Abschussliste zu setzen. Erinnert doch irgendwie an die Beziehung zwischen Chef und Mitarbeitern. Kein Wunder. Schließlich geht es in der Serie viel um Erfolg und Macht – aber auch um Führung. Diese Leadership-Typen aus „Game of Thrones“ finden sich in den Büros von alteingesessen Unternehmen bis hin zu New-Work-Hippie-Startups wieder. P.S. Alle Führungstypen können in allen Unternehmensformen vorkommen.

Spoilers are coming: Geschehnisse aus den letzten und der aktuellen Staffel werden im Text nicht gespoilert. Wer sich allerdings schon durch Charaktereigenschaften gespoilert fühlt, der sollte schnell die Serie durchsuchten und dann den Artikel weiterlesen.

#Cersei Lannister: die Narzisstin

Ratschläge von Mitarbeitern werden je nach Position im Unternehmen angehört, sind aber nicht wirklich willkommen. To-Do’s werden wie Befehle ausgesprochen und für Fehler muss man den Kopf hinhalten. Cersei Lannister als Chefin ist gefürchtet. Ihr möchte man in den Bürogängen lieber nicht begegnen, wobei das eigentlich egal ist, weil sie sowieso nicht weiß, wer du bist. Trotzdem freut man sich, wenn sie außer Haus ist – was eher selten der Fall ist. Die meiste Zeit sitzt sie in ihrem Büro und möchte nicht gestört werden, wenn sie gerade bei einem Glas Wein dabei ist, ihr Ding durchzuziehen.

Für Macht geht sie über Leichen. In Gehaltsverhandlungen kann man eigentlich nur verlieren. Kompromisse gibt es nicht. Du bist ihr egal. Deine Anliegen sind es ihr auch. Cerseis Führungsstil als bossy zu beschreiben, ist noch eher untertrieben. Sie ist die Chefin, die in Kantinen-Lästereien unter Mitarbeitern als „Psycho-Bitch“ betitelt wird. Aber eins muss man ihr lassen: Trotz ihres Größenwahns und ihrer Herzlosigkeit ist sie ist eine starke, kluge Frau, die gut taktieren kann.

#Jon Snow: der „Ehrenboss“

Jon Snow ist das komplette Gegenteil von Cersei. Er ist trotz seines Chef-Daseins „Everbody’s Darling“ im Büro. Das liegt unter anderem daran, dass ihm Hierarchien egal sind – zumal er eigentlich gar nicht CEO sein will. Jon ist mehr Kumpel als Boss. Dennoch hat er in dieser Rolle Top-Qualitäten. Ihm ist es wichtig, seine Mitarbeiter zu empowern. Er bringt ihnen Vertrauen entgegen und begegnet allen auf Augenhöhe – vom Praktikanten bis zum Chief Marketing Officer.

Außerdem zeichnet sich Jon’s Führungsstil durch seine Empathie aus. Er hat immer ein offenes Ohr für seine Leute. Dennoch versteht er es, klare Anweisungen zu geben und sein Team zum Ziel zu führen und das mit Erfolg – in den meisten Fällen. Gefahren scheut er nämlich keine. Das besondere an ihm: Er ist sich nicht zu schade, auch mal die Aufgaben anderer zu übernehmen, die unter seiner Position sind. Loyalität steht für ihn an oberster Stelle.

#Daenerys Targaryen: die Visionärin

Daenerys als Chefin begegnet man ziemlich wahrscheinlich, wenn man sich einem Startup anschließt, dass sich noch in der Anfangsphase befindet. Sie hat eine Vision, von der sie alle überzeugen möchte – die Welt hat quasi nur auf sie und ihre Idee gewartet. Mit ihrer Vision zieht sie von Investor zu Investor. Nebenbei verleiht sie sich selbst seltsam klingende Jobtitel. Sie arbeitet hart, um ihre Ziele zu erreichen und tut alles Nötige, was dafür getan werden muss. Daenerys glaubt fest an sich und ihr Vorhaben.

Sie leitet ihre Firma im Stil a là „all you need is passion“ – und eine Armee. Deswegen schätzt sie die Meinung ihrer Mitarbeiter, lässt sich von ihnen beraten und kümmert sich um ihr Wohl. Dennoch hat sie ein großes Ego und erledigt einige Angelegenheiten im Alltag im Alleingang, was für Mitarbeiter manchmal anstrengend werden kann. Die nötige Portion Selbstbewusstsein hat sie. Daenerys sieht sich selbst als geeignete Führungskraft. Allerdings hat sie es im Büro gerne etwas dramatisch. Ihr Arbeitsmotto: „Dracarys“.

#Sansa Stark: die Strippenzieherin

Sansas Führungsstil lässt sich mit dem Satz „Company first, anything else second“ beschreiben. Allerdings nicht im Sinne von Profit-Gier. Ihr geht es darum, die Existenz zu sichern. Das Wohl der Mitarbeiter und dass sie ihren Arbeitsplatz problemlos behalten können, haben bei Sansa eine hohe Prio. Ein reiner Akt der Nächstenliebe ist ihr Führungsstil aber nicht. Schließlich möchte sie ihre eigene Position im Unternehmen gesichert wissen. Als Lady von Winterfell behält sie den Gesamtüberblick über die Geschehnisse in der Firma.

Die hat sie schon sowohl zu Glanzzeiten erlebt als auch kurz vor dem Ruin. Sie ist die Art Chef, die ein großes Committment für ihre Firma hat und nach einem kurzen Techtelmechtel bei der Konkurrenz doch wieder zurückkehrt, um das Unternehmen voran zu treiben. Als CEO hält sie sich allerdings eher im Hintergrund, gibt nicht permanent Handlungsanweisungen, beobachtet jedoch viel und scheut keine unangenehmen Mitarbeitergespräche. Ehrlichkeit und klare Kommunikation verleihen ihr Führungsqualitäten – auch, wenn sie von Mitarbeitern oft unterschätzt wird. Sie entspricht dem Führungskraft-Standard in Unternehmen.

#Lyanna Mormont: die „Badass-Chefin“

Jung und dynmaisch: Lyanna ist diejenige, die neu in eine Firma von langjährigen Mitarbeiten kommt, die routiniert ihre Aufgaben im Office hinter sich bringen, und den Laden ordentlich aufmischt. In Meetings scheut sie sich nicht, vor versammelter Mannschaft ihre Meinung zu sagen. Entscheidungen und Positionen älterer Mitarbeiter zweifelt sie ohne mit der Wimper zu zucken an, wenn sie eine andere Lösung für besser hält. Oftmals auch zu Recht. Dass sie weniger Erfahrung mitbringt als andere, interessiert sie dabei nicht, denn sie kann es sich leisten. Obwohl sie jung ist, vertritt sie kluge Ansichten und weiß, wie das Business läuft. Lyanna weiß, was zu tun ist und zu welchen Erfolgen sie die Firma bringen will. Sie ist ein richtiger Badass unter den Chef*innen in Westeros.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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