Netflix goes Gaming: Videospiel zu „Stranger Things“ erscheint zum Staffelstart

Netflix will konkurrenzfähig bleiben. Deswegen kann sich das Unternehmen vorstellen in einem weiteren Markt mitzumischen: der Gaming-Branche. Geplant sind Video-Spiele zu den Eigenproduktionen. Zum Spiele-Entwickler wird Netflix allerdings nicht. Die Produktion würde das Unternehmen an Externe verlagern, das sagte Chris Lee, Director of Interactive Games bei Netflix auf der E3 Spielekonferenz in Los Angeles. Netflix würde demnach lediglich die Rolle als Publisher übernehmen. Auf der Plattform selbst wird es die Spiele nicht geben.

Los geht es mit „Stranger Things„: Pünktlich zum Staffelstart am 4. Juli erscheint das Game zur Serie für Konsolen und PC. Die Grafik kommt natürlich in 16-bit daher. Also: retroschicker Pixel-Look. Die Story orientiert sich an der dritten Staffel. Nächstes Jahr soll das Spiel auch für Smartphones im „Pokémon Go“-Style verfügbar sein, sodass man seine eigene Nachbarschaft Upside Down erkunden kann.

Auch ein weiteres Game einer Netflix-Produktion ist bereits in den Startlöchern. „Dark Crystal: Age of Resistance“ erscheint im August. Weitere Spin-Off Games sind noch nicht bekannt. Wir hätten da ein paar Ideen:

#How to sell drugs online (fast)

Vom IT-Nerd zum Drogen-Baron des Internets: Drogen-Lieferanten an Land ziehen, die Website pflegen und so programmieren, dass sie safe ist. Quests lösen, wie zum Beispiel die Ware abliefern, ohne dass der Postbote oder Polizist einem in die Quere kommen oder seinen Arsch aus heiklen Situationen mit Dealern retten. All das könnten mögliche Spielelemente sein. Aufstiegsmöglichkeiten gäbe es natürlich auch. Je nach Level könnte man auch reines Management betreiben und seine Mitarbeiter führen, sein Unternehmen skalieren und expandieren. Der Fokus sollte auf jeden Fall darauf liegen, sich ein gigantischen Drogen-Biz im Netz aufzubauen und Big Boss zu werden.

#Orange is the New Black

Als Piper Chapman versuchen das Leben im Knast auf die Kette zu kriegen, ein Höschen-Imperium aufzubauen, den Status als Alpha-Tier zu verteidigen und Intrigen schmieden, aber auch Verbündete suchen: Das Spiel könnte sich stark an der Storyline der Serie entlanghangeln. Oder man schlägt einfach völlig unaufgeregt die Zeit im Knast tot. Gibt schließlich auch ruhige Tage.

#House of Cards

Welche Netflix-Serie eignet sich besser als politisches Strategie-Spiel? Richtig. Keine. Ziel des Spiels ist es – na, klar– den Präsidentenposten an sich zu reißen. Entweder als Francis oder Claire Underwood. Taktisches Geschick, um im Hintergrund die Fäden zu ziehen und Charaktere gegeneinander auszuspielen sind Soft-Skill-Nummer-Eins in dem Game. Man könnte auch ein Game im Game einbauen als Quests, um zusätzliche Manipulation-Tools  und Fähigkeiten zu erhalten, schließlich ist Francis Underwood auch häufig am Zocken in der Serie.

#Unser Planet

Natürlich hat die Umwelt zu schützen oberste Prio im wahren Leben. Aber für diejenigen unter uns, die gerne noch mehr tun würden, aber die Umstände  Ges nicht zu lassen, wäre ein Spiel immerhin ein kleiner Ersatz. Man könnte beispielsweise als Aktivist sich gegen die Abholzung der Regenwälder einsetzen und selbst Bäume pflanzen und sich um bedrohte Tierarten kümmern, die in der Serie aufgezeigt werden. Oder man versucht als Unternehmer seine Produktpalette nachhaltig zu gestalten. Als Politiker könnte man auch auftreten und versuchen die Klimaziele entwickeln und zu erreichen. Mögliche Spielstränge gäbe es also genug.

#Black Mirror

Black Mirror“ bietet die perfekte Grundlage für ein dystopisches Sci-Fi-Game. Als Spieler könnte man aus verschiedenen Bausteinen wählen und seine ganz eigene absurde Dystopie aufbauen und anschließend die Charaktere darin steuern – und sie gegebenenfalls in den Wahnsinn treiben. So eine Mischung aus Zoo-Tycon und Sims nur eben im „Black Mirror“-Style.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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